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AURELIUS-Aktie: Investment-Story intakt! Kaufen? - Aktienanalyse




02.05.17 07:31
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - AURELIUS-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der AURELIUS AG (ISIN: DE000A0JK2A8, WKN: A0JK2A, Ticker-Symbol: AR4) unter die Lupe.

Dirk Markus, Vorstandschef der AURELISU Equity Opportunities SE & Co. KGaA, reagiere mit guten Nachrichten auf die Angriffe der Leerverkäufer in der AURELIUS-Aktie. Die Münchener hätten jüngst den Verkauf der Secop-Gruppe an die japanische Nidec verkündet. Der Verkaufspreis betrage 185 Mio. Euro und sei der größte Unternehmensverkauf in der Geschichte von AURELIUS. Das Closing der Transaktion werde in den nächsten Monaten erwartet und das Cash entsprechend in die Kasse fließen. Im Gespräch mit der "Vorstandswoche.de" zeige sich der Firmenlenker mit dem Verkaufserlös zufrieden. Secop sei im Jahr 2010 für 15 Mio. Euro gekauft worden. Innerhalb von 7 Jahren habe das eingesetzte Kapital um das 11-fache gesteigert werden können. Es gebe schlechtere Deals. Die Assets von Secop (Buchwert) stünden mit 85 Mio. Euro in der Bilanz des Konzerns. Die Differenz zum Verkaufspreis führe zum einem positiven Ergebniseffekt von rund 100 Mio. Euro, der das Jahresergebnis 2017 deutlich positiv beeinflussen werde.

AURELIUS habe Secop per Ende September 2016 mit einem NAV von 256 Mio. Euro ausgewiesen. Der heutige Verkaufspreis liege offensichtlich unter dem damaligen Wert des NAV. Die beiden Werte seien allerdings nicht direkt vergleichbar, sage Markus. In der Zwischenzeit habe AURELIUS von der Tochtergesellschaft eine Gewinnausschüttung für das Jahr 2016 kassiert, die zu einer Verringerung des damaligen NAV führe. Zudem seien einige Gesellschaften der Secop-Gruppe nicht mitverkauft worden, sondern würden im Konzern verbleiben und gewisse Cash/Debt free-Klauseln im Verkaufsvertrag mit Nidec hätten ebenfalls Auswirkungen auf den NAV. Berücksichtige man diese 3 Parameter, dann dürfte Markus Secop im Vergleich zum damaligen NAV-Wert mit einem Abschlag von weniger als 10% verkauft haben. "Wir sprechen insgesamt von einem guten Wert. In der Summe haben wir in der Vergangenheit deutlich öfter über NAV als unter NAV verkauft."

AURELIUS werde ab und an als böse Heuschrecke bezeichnet. Secop sei 2010 von der dänischen Sanfoss-Gruppe übernommen worden. Der heutige Geschäftsführer sei Mogens Søholm. Er habe diese Position schon damals inne gehabt, bevor AURELIUS bei Secop eingestiegen sei. Dass Søholm diese Position über die ganze Zeit behalten habe, spreche für Kontinuität in der Neuausrichtung der Gesellschaft.

In der Summe zeige der Verkauf von Secop erneut, dass das Geschäft von AURELIUS trotz der jüngsten Börsenturbulenzen intakt sei. Die Münchner würden nunmehr seit mehr als 10 Jahren erfolgreich bei Käufen von Sanierungsfällen und späteren Verkäufen nach erfolgreicher Restrukturierung agieren. Aufgrund des Verkaufs von Secop wolle AURELIUS der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenzahlung von 4 Euro pro Aktie vorschlagen. Aktionäre würden die Dividende 3 Tage nach der Hauptversammlung am 21. Juni 2017 auf ihrem Konto gutgeschrieben erhalten. Die Auszahlung der recht hohen Dividende habe einen netten Nebeneffekt. Im Vorfeld von derartigen Ausschüttungen seien klassische Leerverkäufe in der Aktie sehr unangenehm. Shortseller seien im dem Fall die "Dividende" short. Das führe im Regelfall zu Eindeckungen von Short-Positionen im Vorfeld von Hauptversammlungen. Optionsscheine oder Zertifikate, die auf fallende Kurse ausgerichtet seien, seien davon nicht betroffen, da die Emittenten die Dividende entsprechend in der Berechnung einpreisen würden. Ökonomisch würden jedoch auch Short-Derivate vor solch einer Ausschüttung wenig Sinn machen - wenn man das Risiko eines geringen Dividendenabschlages als hoch einstufe.

Für den kommenden Dienstag habe Markus Investoren und Analysten zum Capital Markets Day nach London geladen. An dem Tag werde der CEO den Teilnehmern das Geschäftsmodell erneut im Detail erläutern und anhand von Beispielen aus eigenen Transaktionen aufzeigen, wie AURELIUS kranke Firmen saniere. Zudem werde Markus die Zahlen für Q1 2017 mitbringen, die zunächst für den 11. Mai vorgesehen gewesen seien. Die Zahlen für das 1. Quartal 2017 dürften nach Meinung der Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" stark ausfallen.

Zu Beginn des Jahres 2017 sei Office Depot Europa gekauft worden. Wie von den Aktienexperten Anfang Januar berichtet worden, sei die schuldenfreie Firma für 1 Euro inklusive einer Kasse von rund 110 Mio. Euro erworben worden. Rund 150 Mio. Euro stünden zudem zur Finanzierung des Working Capitals zur Verfügung. 2017 rechne Markus mit Sanierungsaufwendungen aus dieser Transaktion von ca. 30 Mio. Euro, die das EBITDA zunächst belasten würden. Aufgrund des Kaufpreises zu Nominal könne sich AURELIUS 2017 über einen riesigen Effekt beim "bargain purchase" freuen, der die Aufwendungen für die Restrukturierung mehr als eliminiere. Der positive Effekt für das EBITDA könnte sich auf bis zu 250 Mio. Euro belaufen, der das 1. Quartal massiv beeinflussen werde. Laut Markus entwickle sich Office Depot bisher erfreulich. "Office Depot ist natürlich eine große Herausforderung. Wir sind in einer frühen Phase und liegen aber absolut im Plan."

Im Q1 habe die neue Gesellschaft bereits ein leicht positives EBITDA erzielen können. Von einem nachhaltigen Turnaround, also positivem Q2 und Q3 wolle Markus aber noch nicht sprechen. "Office Depot soll im Gesamtjahr 2017 einen leicht positiven Beitrag zum operativen EBITDA leisten. Das ist unsere Vorgabe." Mittelfristig solle die Einheit operativ ein EBITDA von bis zu 80 Mio. Euro beitragen.

Neben Office Depot würden sich alle Konzerngesellschaften im Rahmen der Planung entwickeln. "Wir haben keinen wirklich negativen Ausreißer nach unten. Unsere bereits entwickelten Gesellschaften erzielen gute Beiträge zum EBITDA." Secop habe 2016 ein normalisiertes EBITDA von gut 30 Mio. Euro erzielt. Auch wenn dieser Beitrag in 2017 aufgrund des Verkaufs entfalle, solle das operative EBITDA in 2017 gesteigert werden. Offensichtlich laufe das Geschäft der Töchter. Einschränkend sei zu erwähnen, dass diese Aussage aktuell gelte. Sollte AURELIUS weitere Beteiligungen verkaufen, die zum operativen EBITDA beitragen würden, könnte sich diese Annahme verändern.

Ziel sei, 2017 noch 2 bis 3 weitere Gesellschaften zu verkaufen. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in den nächsten Wochen oder Monaten entsprechende Verkäufe kommunizieren können", sage Markus. So sei zum Beispiel die IT-Gruppe Getronics sehr weit entwickelt, die ein EBITDA von mehr als 20 Mio. Euro einfahre. Insgesamt könnte AURELIUS in 2017 neue Rekorde einfahren. Aufgrund der Effekte von Office Depot Europa werde AURELIUS das berichtete EBITDA in diesem Jahr massiv steigern. Der bisherige Rekordwert aus 2015 habe bei 266 Mio. Euro gelegen.

Auf der Kaufseite wolle Markus 2017 weitere Transaktionen verkünden. "Wir haben eine gute Deal-Pipeline. 2 Transaktionen haben wir schon gemacht. Mindestens 5 bis 7 sollen es in der Summe werden." Auf der Kaufseite setze AURELIUS weiter auf Konzernabspaltungen. "Solange es große Konzerne gibt, wird es immer wieder interessante Abspaltungen für uns geben." Nicht spannend für AURELIUS seien Sanierungsfälle von Firmen mit hohen Schulden. Daher würden sich die Münchner auch weniger für die ganzen Buden interessieren, die sich Geld mit "Mittelstandsanleihen" in den letzten Jahren organisiert hätten. "Diese Art von Firmen sehen wir oft zweimal. Erstmals wenn sie strampeln, bevor sie sich über eine Anleihe Geld besorgen. Das 2. Mal dann in der Insolvenz."

Die Aktie von AURELIUS sei in den letzten Wochen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Grund sei ein Report von Gotham City Research gewesen, in welchem das Unternehmen massiv angegriffen worden sei. Parallel hätten sich die Amerikaner mit ihrem Verriss eine goldene Nase durch Leerverkäufe verdient. Die meisten Ausführungen von Gotham City seien nach Meinung der Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" recht dünn. Secop sei in einem 1. Bericht noch mit 17,5 Mio. Euro und in einem 2. Bericht eher mit "Null" bewertet worden. Mit dem erzielten Verkaufspreis von nunmehr 185 Mio. Euro hätten die Gotham-Boys "leicht" daneben gelegen.

Die Story von AURELIUS sei intakt. Der Erfolg der Firma werde, wie in der Vergangenheit schon, davon abhängen, ob Markus weiterhin ein gutes Händchen bei Käufen und späteren Verkäufen habe. Markus selbst sei davon überzeugt. In den nächsten Wochen würden eigene Aktien über das Rückkaufprogramm im Volumen von bis zu 50 Mio. Euro gekauft. Markus und sein Vorstandskollege Gert Purkert hätten jüngst für rund 10 Mio. Euro Aktien aus der eigenen Tasche gekauft. Ob an der Stelle weitere Käufe erfolgen würden, habe Markus nicht verraten wollen. "Ich stehe weiterhin voll zu AURELIUS. Mein Kollege Purkert und ich sind weiterhin signifikant an Aurelius beteiligt."

Etwas unglücklich seien in diesem Zusammenhang die Directors Dealings aus Dezember 2016 gewesen. Damals sei mitgeteilt worden, dass Markus und Purkert Aktien im Wert von kumuliert fast 170 Mio. Euro verkauft hätten. Diese Pakete seien allerdings nicht am Markt durch eine Bank breit platziert worden, wie das bei derartigen Transaktionen üblich sei. Es sei damals also kein aktiver Verkauf von Aktien gewesen. Der Verkauf sei an Vehikel erfolgt, bei denen die beiden Vorstände oder deren Angehörige durchaus noch "benefical owner" sein könnten. Sollten daraus allerdings Verkäufe erfolgen, würden diese keine weiteren Directors Dealings-Meldungen auslösen.

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" würden respektieren, dass Markus seine Beteiligungsverhältnisse nicht in der Öffentlichkeit diskutieren wolle. AURELIUS sei im Freiverkehr notiert. Seit Sommer 2016 müssten auch diese Unternehmen aufgrund von MAR 17 Aktiengeschäfte von Organen publizieren. Hätten Markus und Purkert also plump kräftig Kasse machen wollen, hätten sie dies wohl eher vor diesem Zeitpunkt getan.

Die Aktie von AUERLIUS dürfte zunächst volatil bleiben. Im Vorfeld des Capital Markets Day und der Hauptversammlung im Juni würden die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" bei Kursen um 45 Euro indes eher eine neue Kaufchance sehen. Sie würden spekulativ zum Kauf raten. Stoppkurse empfehle man 10 bis 15% unter Kaufkurs zu platzieren, hieß es in einer aktuellen Aktienanalyse (Analyse vom 01.05.2017)

Börsenplätze AURELIUS-Aktie:

XETRA-Aktienkurs AURELIUS-Aktie:
45,30 EUR -1,72% (28.04.2017, 17:36)

Tradegate-Aktienkurs AURELIUS-Aktie:
45,34 EUR -1,00% (28.04.2017, 22:25)

ISIN AURELIUS-Aktie:
DE000A0JK2A8

WKN AURELIUS-Aktie:
A0JK2A

Ticker-Symbol AURELIUS-Aktie:
AR4

Kurzprofil AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA:

Die AURELIUS Gruppe (ISIN: DE000A0JK2A8, WKN: A0JK2A, Ticker-Symbol: AR4) ist eine europaweit aktive Investmentgruppe mit Büros in München, London, Stockholm und Madrid. Seit der Gründung im Jahr 2006 hat sich AURELIUS von einem lokalen Turnaround-Investor zu einem internationalen Multi-Asset-Manager entwickelt, der ein breites Branchenspektrum und die gesamte Bandbreite der Unternehmensfinanzierung abdeckt.

Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA ist der börsengehandelte Investmentarm mit Fokus auf Umbruch- und Sondersituationen sowie MidMarket-Transaktionen. Aktuell erzielen 24 Konzernunternehmen mit rund 25.000 Mitarbeitern in ganz Europa Umsätze von über 4 Milliarden Euro. Die Aktien der AURELIUS Equity Opportunities werden an allen deutschen Börsenplätzen gehandelt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.aureliusinvest.de. (02.05.2017/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
40,92 € 42,00 € -1,08 € -2,57% 19.07./20:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0JK2A8 A0JK2A 53,45 € 30,58 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
40,86 € -3,04%  19.07.19
Düsseldorf 41,40 € -1,38%  19.07.19
Berlin 41,32 € -1,62%  19.07.19
München 41,30 € -1,71%  19.07.19
Xetra 40,92 € -2,57%  19.07.19
Stuttgart 40,86 € -2,58%  19.07.19
Frankfurt 41,00 € -2,80%  19.07.19
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