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ASML: 2022 wird (wieder) ein Wachstumsjahr - Kaufen! Aktienanalyse




20.01.22 11:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - ASML-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Leopold Salcher, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des niederländischen Zulieferers für die Halbleiterindustrie ASML Holding N.V. (ISIN: NL0010273215, WKN: A1J4U4, Ticker-Symbol: ASME, Euronext Amsterdam-Symbol: ASML) unverändert zu kaufen.

Für das Geschäftsjahr 2022 rechne ASML mit einem Umsatzwachstum von ca. 20%, diese Prognose beinhalte bereits die Auswirkungen des jüngsten Brandes in seinem Berliner Werk. Der Wert der Auslieferungen könnte sogar um 25% gegenüber dem Vorjahr wachsen (EUR 23,3 Mrd.; Konsens: EUR 22,0 Mrd.), wenn man bedenke, dass die Umsatzrealisierung bei sechs EUV-Maschinen ("extreme ultraviolet"; neueste Generation von Lithografiesystemen mit einem Stückpreis bis zu EUR 150 Mio.) aufgrund der beschleunigten Auslieferung bis ins Jahr 2023 verschoben werde.

Das auf dem Kapitalmarkttag skizzierte und im Rahmen der Q4-Zahlen bestätigte Mittelfristziel, das für das Jahr 2025 einen Umsatz zwischen EUR 24 Mrd. und EUR 30 Mrd. vorsehe, erscheine den Analysten der RBI aus heutiger Sicht fast schon vorsichtig. Die Analysten der RBI würden erwarten, dass das gewohnt konservativ planende Unternehmen zumindest das obere Ende dieser Bandbreite erreichen werde, eine Erhöhung der Prognose in den nächsten Quartalen würden die Analysten der RBI indes für möglich halten.

Der Q4-Auftragseingang von EUR 7,05 Mrd. habe sich gegenüber jenem im dritten Quartal (EUR 6,18 Mrd.) um 14,1% verbessert und damit den zweithöchsten Wert der Unternehmensgeschichte markiert. ASML habe Orders für EUV-Systeme im Wert von EUR 2,6 Mrd. erhalten, was etwa 17 EUV-Anlagen entspreche. Der gesamte Auftragsbestand belaufe sich somit auf ca. EUR 24 Mrd., wobei sich rund die Hälfte davon auf EUV-Tools beziehe.

Bedeutend für die im Vergleich zu den Vorjahren schön angestiegene Bruttomarge (2021: 52,7%; 2020: 48,6%; 2019: 44,7%) sei das bekanntermaßen hochmargige "Installed Base Management" Geschäft (IBM; Performance-Upgrades älterer Maschinen) gewesen. Aufgrund des aktuellen Umfelds mit hoher Nachfrage würden Kunden weiterhin verstärkt Software-Upgrades nutzen, um die Kapazität bzw. das Fertigungsvolumen so schnell als möglich zu erhöhen. Im Berichtsquartal hätten sich die IBM-Erlöse um starke 44,2% auf EUR 1,52 Mrd. erhöht.

Der Gesamtumsatz habe sich gegenüber dem vierten Quartal 2020 um 17,2% auf EUR 4,99 Mrd. erhöht und damit geringfügig unter den Markterwartungen von EUR 5,12 Mrd. gelegen, die Bruttomarge habe bei 54,2% (Konsens: 51,6%) gelegen. Die operative Marge habe von bereits sehr respektablen 35,3% nochmals um 540 Basispunkte auf 40,7% hochgeschraubt werden können. Der Nettogewinn sei gegenüber dem Vorjahresquartal um 31,3% auf EUR 1,77 Mrd. gestiegen (Konsens: EUR 1,52 Mrd.), der korrespondierende Gewinn je Aktie von EUR 4,39 habe die Analystenschätzungen von EUR 3,74 ebenfalls deutlich übertreffen können.

Für das laufende erste Quartal 2022 erwarte ASML einen Umsatz von im Mittel rund EUR 3,4 Mrd. bei einer Bruttomarge von 49%. Allerdings seien in dieser Umsatzprognose Erlöse für im Laufe des ersten Quartals ausgelieferte Maschinen in der Höhe von ca. EUR 2 Mrd. nicht enthalten, welche in den Folgequartalen nach erfolgreich abgeschlossenen Abnahmetests auf Kundenseite verbucht würden.

Die Analysten der RBI sähen ASML aufgrund der Entwicklung seiner breiten datengesteuerten Rechenplattform und der in den letzten Jahren getätigten Akquisitionen gut positioniert, einen höheren Marktanteil in den Bereichen Inspektion und Prozesskontrolle zu erlangen.

Der Aufbau der globalen digitalen Infrastruktur mit säkularen Wachstumstreibern wie 5G, Künstlicher Intelligenz und High Performance Computing-Lösungen treibe die Nachfrage sowohl für den Logic-Bereich (u.a. Prozessoren, Controller- und Grafik-Chips), als auch für Memory (Speicherchips).

Lithographie stelle eine Schlüsseltechnologie für die Aufrechterhaltung von "Moore's Law" (Verdoppelung der Transistoren pro Flächeneinheit innerhalb eines Zeitraums von 18 bis 24 Monaten) dar. ASML habe seine Mitkonkurrenten deutlich hinter sich gelassen und verfüge über eine De-facto-Monopolstellung bei der EUV-Technologie.

Das Unternehmen plane seine Aktionäre an seinem Wachstum mitpartizipieren zu lassen, der Lithografie-Primus plane seine Dividende für 2021 um 100% auf EUR 5,50 je Aktie anzuheben.

ASML verbessere kontinuierlich seine Leistung bei den ESG-Nachhaltigkeits-KPIs und aktualisiere sukzessive seine ESG-Nachhaltigkeitsstrategie, um seinen Fortschritt zu beschleunigen. Das Unternehmen habe sich verpflichtet und zum Ziel gesetzt, bis 2025 keine CO2-Emissionen mehr zu verursachen. Beim Thema Abfall möchte ASML die Abfallmenge gemessen am Umsatz bis 2025 im Vergleich zu 2019 um 50% reduzieren.

Das Unternehmen sehe sich zurzeit mit Engpässen konfrontiert, sowohl was ihre Fertigungskapazitäten als auch die Versorgung mit bestimmten Komponenten aus ihrer Zuliefererkette betreffe. Die Nachfrage für ihre Lithografiesysteme sei laut ASML-Management ungebrochen hoch, mit der vorhandenen Kapazität könne das Unternehmen die dynamische Kundennachfrage nicht vollends bedienen. Vor diesem Hintergrund würden sich nach wie vor manche Kunden gegen eine sogenannte "Werksabnahme" entscheiden, um die Maschinen rund drei bis vier Wochen früher in ihren Produktionsprozess integrieren zu können.

Die deutliche Erhöhung der Kapazitäten bedeute auch mehr Personal. Im Jahr 2021 habe ASML fast 6.000 Mitarbeiter neu eingestellt. Aber diese meist hochqualifizierten Personen müssten geschult werden und es werde (noch) Zeit brauchen, bis diese eine gewisse Lernkurve durchschreiten würden.

Das Unternehmen habe auch im Abschlussquartal 2021 vor dem Hintergrund robuster Branchenfundamentaldaten starkes und profitables Wachstum generiert. Mit seinen Zahlen zum vierten Quartal habe der Lithografie-Spezialist die Erwartungen des Marktes auf operativer Ebene übertreffen können, wenngleich man beim Umsatz leicht unter den Erwartungen gelegen habe. ASML wolle seinen Wachstumskurs auch 2022 erfolgreich fortführen und erwarte mit +20% wiederum deutlich zweistellige Zuwächse (2021: +33,1%; 2020: +18,3%). Ein weiterer positiver Faktor sei sicherlich auch der sehr starke Auftragseingang gewesen, der zweithöchste in der bisherigen Unternehmensgeschichte.

Die Analysten der RBI würden ihr Kursziel von EUR 760 auf EUR 820 erhöhen, dies entspreche einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 42,4 bzw. 37,1 für 2022, respektive 2023. Diese Kennzahl liege im Rahmen der historischen Bewertungsbandbreite und habe sich gegenüber der letzten Aktieninfo der Analysten der RBI vom 22.10.2021 infolge derweil nach oben gehender Konsenserwartungen etwas reduziert.

ASML stellt für uns eines der ganz wenigen Wachstums- und gleichzeitig Qualitätsfirmen im europäischen Technologiesektor dar, bei dem aufgrund seiner De-facto-Monopolstellung am globalen Lithografie-Markt unserer Einschätzung nach auch eine Bewertungsprämie absolut gerechtfertigt erscheint, so die Analysten der RBI.

Leopold Salcher, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, bestätigt daher seine Kaufempfehlung für die ASML-Aktie. (Analyse vom 20.01.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze ASML-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs ASML-Aktie:
628,90 EUR +1,21% (20.01.2022, 11:52)

Euronext Amsterdam-Aktienkurs ASML-Aktie:
627,90 EUR +0,27% (20.01.2022, 11:38)

ISIN ASML-Aktie:
NL0010273215

WKN ASML-Aktie:
A1J4U4

Ticker-Symbol ASML-Aktie:
ASME

Euronext Amsterdam-Symbol ASML-Aktie:
ASML

Kurzprofil ASML Holding N.V.:

ASML (ISIN: NL0010273215, WKN: A1J4U4, Ticker-Symbol: ASME, Euronext Amsterdam-Symbol: ASML) ist ein niederländischer Halbleiter-Konzern. Das Unternehmen mit Sitz in Veldhoven ist der weltgrößte Anbieter von Lithographiesystemen. Die hochkomplexen Maschinen spielen eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Mikrochips. Eine große Mehrheit der Chiphersteller weltweit sind Kunden von ASML. Der globale Marktanteil des niederländischen Unternehmens liegt derzeit bei gut zwei Drittel. (20.01.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
NL0010273215 A1J4U4 776,60 € 402,60 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
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Hannover 548,90 € +3,43%  08:01
Nasdaq OTC Other 553,0001 $ +1,80%  10.08.22
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