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66,6 - Alle Zeichen deuten auf Erholung




01.04.21 15:05
Janus Henderson Investors

London (www.aktiencheck.de) - Die heute Morgen veröffentlichten Ergebnisse des Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in der Euro-Zone bestätigten den Anstieg, der sich bereits letzten Monat abzeichnete, so Oliver Blackbourn, Portfoliomanager bei Janus Henderson Investors.

Der deutsche Index habe ein Rekordhoch von 66,6 Punkten erreicht, unterstützt durch den stärksten Anstieg der Auftragseingänge und der Produktion seit Erhebungsbeginn. Das Verarbeitende Gewerbe in Europa habe sich deutlich erholt, während der Dienstleistungssektor hinterherhinke. Die Veröffentlichungen der nächsten Woche würden wahrscheinlich einen weiteren Stillstand bestätigen.

Die Dienstleistungsseite der Wirtschaft hänge weiterhin von Fortschritten an der Gesundheitsfront und den Impfraten ab. Erneute Restriktionen, um einer weiteren Infektionswelle entgegenzuwirken, würden die Situation wohl kaum verbessern. Die Impfraten in den großen europäischen Ländern würden im mittleren Zehnerbereich verharren. Im Gegensatz dazu liege der Prozentsatz der Bevölkerung, der mindestens eine Impfung erhalten habe, in Großbritannien inzwischen bei über 50 Prozent und in den USA bei fast 45 Prozent.

Der Euro habe in diesem Jahr gegenüber dem US-Dollar nachgegeben, nachdem er in der zweiten Jahreshälfte 2020 von einer größeren globalen Risikobereitschaft profitiert habe. Die Entwicklung habe sich beschleunigt, da sich die realen Anleiherenditen in den USA und Europa in unterschiedliche Richtungen entwickelt hätten.

Die Renditen von US-TIPS seien gestiegen, aber die deutschen und französischen Realrenditen seien auf historische Tiefststände zurückgekehrt. Dies spiegele die unterschiedlichen Haltungen der jeweiligen Zentralbanken wider. Während die EZB ihre Besorgnis über die Auswirkungen höherer Renditen zum Ausdruck bringe, scheine die FED zuversichtlicher zu sein. Bemerkenswert sei, dass die Inflationserwartungen in Europa weiter steigen würden, obwohl sie noch weit unter dem Zielwert der EZB lägen. (01.04.2021/ac/a/m)






 
 
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