Kolumnist: Feingold-Research

50 Jahre Geldautomat – jetzt lieber online Gebühren sparen




25.05.18 09:18
Feingold-Research

Vor 50 Jahren, am 27. Mai 1968, ging in Tübingen der erste Geldautomat in Betrieb. Seitdem ist viel passiert beim Thema Zahlungsverkehr. Insbesondere Kryptowährungen – alles Wichtige rund ums Thema lesen Sie übrigens auf unserem Krypto-Blog – werden als eine Revolution diskutiert. Auch müssen Anleger schon lange nicht mehr zu ihrer Sparkasse laufen, um zu Handeln, sondern können dies direkt über ihren Online-Broker tun. Die günstigsten stellen wir Ihnen in unseren attraktiven No-Fee und Flat Fee Aktionen vor:

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Blicken wir nun auf die Geschichte des Zahlungsverkehrs, die die Experten der Sutor Bank in Ihrem aktuellen Bericht beleuchten:


Die technischen Anforderungen für den Geld abhebenden Kunden waren damals noch komplex. Bis schließlich Bankkunden deutschlandweit von dieser technischen Innovation profitieren konnten, vergingen noch viele Jahre. 2015 gab es rund 61.000 Geldautomaten in Deutschland, seitdem schrumpft die Zahl – heute sind es noch gut 54.000 Automaten. „Böse Zungen sagen, der Geldautomat sei die letzte große Innovation der Finanzindustrie gewesen. Der Rückgang der Automatenzahl zeigt, dass der Zahlungsverkehr jetzt, 50 Jahre später, tatsächlich von Innovationen fundamental verändert wird“, sagt Hartmut Giesen, der für Business Development im Bereich Fintech bei der Hamburger Sutor Bank zuständig ist.


E-Commerce als Basis für Veränderung in Deutschland

börse_winter_2Technologiegetriebene Startups im Finanzsektor (Fintechs) haben inzwischen viele Entwicklungen vorgestellt, die Bargeldzahlungen überflüssig machen und den Geldautomaten damit ihre Existenzgrundlage entziehen. In Deutschland sind für das Einmotten der Geräte allerdings noch nicht die neuen unbaren Zahlungsmöglichkeiten verantwortlich – denn die Deutschen lieben die Bargeldzahlung. Treiber sind vielmehr der wachsende E-Commerce, der die Zahlungsprozesse ins Internet verlegt, sowie die Möglichkeiten, sich auch an der Supermarktkasse mit Geld zu versorgen.


Vier formative, miteinander verwobene Kräfte oder Trends treiben aktuell die Zahlungsprozesse nicht nur weg von der Barzahlung, sondern in ganz andere Richtungen des digitalen, zum Teil unsichtbaren Austausches von Geld:


Kontext-Banking

Banking im Allgemeinen und Zahlungen im Besonderen betten sich immer weiter und tiefer in die Lebens- und Geschäftsprozesse von Menschen und Unternehmen ein. Mobile Zahlungen mit dem Handy – in Europa schon weit verbreitet, in Deutschland kaum – sind die zurzeit sichtbarste Ausprägung dieses Trends. Aber die Entwicklung geht schon jetzt darüber hinaus: Zahlungen lösen sich von „Trägern“, seien dies Banknoten, Zahlungskarten oder mobile Geräte und werden zum Hintergrundprozess. Der Amazon-Shop in Seattle, den man einfach mit seinen eingekauften Waren verlässt, oder Hotels mit vollautomatisiertem Check-in und Check-out inklusive unsichtbarer Erfassung der im Restaurant eingenommenen Speisen, bilden hier die innovativen Speerspitzen.


Blockchain und Kryptowährungen

BitcoinKryptowährungen, allen voran Bitcoin, machen aus dem Werttransfer, der bislang von der zentralen Institution Bank überwacht und beglaubigt wurde, einen dezentral verteilten Prozess, der Werte direkt zwischen Sender und Empfänger transferiert. Smart Contracts auf der Blockchain gehen einen Schritt weiter und betten die Zahlung in den Vollzug eines Vertrags ein. Dabei können Werte in Form von Kryptoeinheiten mit einem eigenen Wert oder als Token, deren Wert an eine reguläre Währung gekoppelt ist, übertragen werden.


Internet der Dinge

Das Internet der Dinge bettet die Bezahlung in den automatisierten Ablauf von physischen Prozessen ein. Primär laufen Zahlungen hier direkt zwischen Dingen ab, etwa zwischen dem „Smart Home“ und den Energielieferanten, zwischen Containern und ihren Transportern, zwischen Maschinen und ihren Bearbeitungsgegenständen. Der Zahlungsprozess wird nicht mehr auf der Basis von Rechnungen organisiert, sondern durch den direkten Austausch von Leistung und Geldwerten am Vollzugsort (Point of Performance).


PSD2 – regulierte Offenheit

Die europäische Regulierung PSD2 verpflichtet – vereinfacht dargestellt – Banken dazu, Dritten den Zugriff auf ihre Banking-Infrastruktur und -Daten über Schnittstellen zu gestatten. Dies treibt die Entwicklung in Richtung Kontext-Banking und -Zahlungen. Zahlungsauslösedienste können sich in der Folge direkt an Konten koppeln und Transfers in Abhängigkeit von beliebigen Triggern auslösen, ohne dass Kreditkarten bemüht oder Online-Banking-Accounts geöffnet werden müssen.


Ereilt den Geldautomaten das Schicksal der Telefonzelle?

sparenBesonders in Deutschland ist der Weg von der Barzahlung – die heute noch rund 85 Prozent aller Geldtransaktionen ausmacht – zur unsichtbaren Zahlung besonders weit. Deshalb ist die Zahl der Geldautomaten hierzulande im Vergleich zu Ländern wie Dänemark nur moderat zurückgegangen. Aber vermutlich wird auch hier in näherer Zukunft der Wendepunkt kommen, ab dem die Veränderung zum unbaren Zahlen exponentiell verläuft und der Geldautomat endgültig das Schicksal der Telefonzelle teilt und komplett verschwindet – und mit ihm auch die Zwischenlösungen wie die Bargeld-Abholung am Point of Sale.


Vorteil Banken: Kundenvertrauen

Es ist keine ferne Zukunftsvision mehr, dass Kunden eine virtuelle Geldbörse in einer Kryptowährung haben werden, die sich problemlos an das „Smart Home“, an das Mobiltelefon oder an den Car-Sharing-Anbieter anschließen lässt und über die alle Zahlungsprozesse abgewickelt werden. Damit wird der Geldautomat endgültig der Vergangenheit angehören. Für Banken stellt sich die Frage, welche Rolle sie bei der Entwicklung hin zum Kontext-Banking einnehmen werden. Es muss nicht ihr Ende sein.


Im Gegenteil: Bei Zahlungsprozessen spielen Vertrauen und damit auch Markenkraft und Bekanntheit eine wesentliche Rolle. Schaffen es die Banken, sich in diesem Sinne zu Technologie-Plattformen zu wandeln, sollten sie eine vielleicht andere, aber ebenso starke Stellung behalten wie bisher. Doch gleichzeitig gilt: Wenn der Kunde bei einer Bank nicht den gewünschten Komfort bekommt, wird er eines Tages nicht mehr lange zögern, zu einem Fintech-Angebot zu wechseln.


Quelle: Sutor Bank, eigene Recherche



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