Erweiterte Funktionen


Kolumnist: HypoVereinsbank onemarkets

2020 – Ein Anlegertraum




23.10.20 07:57
HypoVereinsbank onemarkets

Für Börsenprofi Daniel Saurenz sind Stimmungen ein wichtiger Indikator.


Aktive Anleger haben in diesem Jahr eine Achterbahnfahrt an der Börse durchgemacht. Rekordlevels im Januar, der größte Einbruch der Geschichte von Februar bis März und danach die wohl schnellste Erholung der Geschichte. Garniert wurde das Ganze mit Extremniveaus bei Stimmungen und Volatilität. Genau diese beiden Parameter sind in unserem Börsendienst das A und O bei der Entscheidungsfindung. So konnten wir über Jahre Stimmungen nutzen, um Mehrwert zu liefern. Denn im Grunde kann man Börse herunterbrechen auf zwei psychologisch wichtige Faktoren: Gier und Angst. Wann immer die Angst sehr groß ist, sollten Anleger mutig sein und zugreifen.


Psychologisch ist dies eine komplexe Hürde. Denn genau dann mahnen und warnen die Crash-Propheten, wird die Zukunft in dunkelsten Farben gemalt. Die Erfahrung der letzten 50 Jahre zeigt aber, dass Aktien genau dann günstig sind, wenn die Stimmung am Boden ist. Logisch und doch so schwierig umzusetzen. Aus diesem Grund helfen Vehikel wie die Behavioral Finance (Anm. d. Red.: Börsenpsychologie). Sie nimmt Anleger an die Hand und führt eben nicht nachlaufend an, warum ein Index gestiegen oder gefallen ist, so wie es mitunter bei technischer Analyse der Fall ist. Diese kann nachlaufend erklären, warum etwas passiert ist und was man daraus lesen kann. Börsianer wollen im besten Fall aber vorlaufend erkennen, wo die Reise hin­gehen könnte.


Auf Marktstimmungen achten

Nun darf man von Sentiments und Stimmungen am Markt niemals erwarten, die Wendepunkte perfekt zu treffen. Entscheidend ist aus unserer Sicht stets das Chance-Risiko-Verhältnis. Dies war im Januar 2020 bei 13.000 Zählern im DAX® sehr schlecht. So schlecht wie niemals zuvor. Es war zugegeben aber auch schon bei 10.000 Punkten im DAX® Anfang März wieder sehr gut. Dies bewahrte den Index nicht davor, bis 8.200 Zähler weiter zu korrigieren. Mittel- und langfristig war die Entscheidung, bei 10.000 Punkten oder tiefer zu kaufen, aber goldrichtig. Denn wer abwartete, bis Charttechnik und Stimmung Entwarnung geben, der wurde im Frühsommer bei 12.000 Punkten oder höher wieder eingeladen, sich im Markt einzukaufen.


Natürlich fühlte es sich dann besser an, die Kurse waren aber schon wieder weitaus höher. Die Quintessenz allen Handelns an der Börse muss also sein, dass man niemals erwarten darf, Aktien in einem ruhigen Umfeld billig zu kaufen. Sie werden immer dann günstig sein, wenn Volatilität hoch und Angst groß sind. Vergleichen kann man dies vielleicht mit einer Meisterwette auf den FC Bayern München. Nach einem Saisonstart mit fünf Siegen am Stück wird man niemals viel für sein Geld bekommen, wenn man auf die Bayern setzt. Liegen sie aber einmal fast aussichtslos hinten, dann ist mit einem Einsatz auf die Bayern viel zu holen. Am Aktienmarkt bedeutet dies übersetzt: Risiken gibt es immer. Doch die Chancen sollten dazu passen. Ob dies so ist, das entscheiden Stimmungsindikatoren und Sentiment. Genau darauf achten wir.


Über den Autor

Daniel Saurenz betreibt mit seinem Team das Börsenportal Feingold Research. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und startete seine Karriere als Redakteur beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE. Sein Börsenmotto lautet: „Mit Sicht nach vorne, aber niemals letzte Rille.“


Hinweis: Alle Meinungsaussagen oder Einschätzungen in diesem Beitrag geben die Einschätzung des Autors wieder. Die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der UniCredit Bank AG wider.


Bildnachweis:


  • Daniel Saurenz

Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.


Diese Informationen stellen keine Anlageberatung, sondern eine Werbung dar. Das öffentliche Angebot erfolgt ausschließlich auf Grundlage eines Wertpapierprospekts, der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") gebilligt wurde. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Empfehlung zu verstehen, diese Wertpapiere der UniCredit Bank AG zu erwerben. Allein maßgeblich sind der Prospekt einschließlich etwaiger Nachträge und die Endgültigen Bedingungen. Es wird empfohlen, diese Dokumente vor jeder Anlageentscheidung aufmerksam zu lesen, um die potenziellen Risiken und Chancen bei der Entscheidung für eine Anlage vollends zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.


Funktionsweisen der HVB Produkte


Der Beitrag 2020 – Ein Anlegertraum erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).



powered by stock-world.de




 

 

Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...