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1&1 Drillisch: Wichtiger Schritt - Aktienanalyse




08.02.21 10:45
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - 1&1 Drillisch-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Maximilian Völkl vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Telekommunikationsunternehmens 1&1 Drillisch AG (ISIN: DE0005545503, WKN: 554550, Ticker-Symbol: DRI) unter die Lupe.

Auf dem Weg zum vierten Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland sei 1&1 Drillisch einen Schritt vorangekommen. Der Wettbewerber Telefónica Deutschland habe ein neues Angebot zur vorübergehenden Nutzung seines Mobilfunk-Netzes vorgelegt, hätten beide Unternehmen am Freitagabend mitgeteilt. Zu Wochenbeginn würden die Aktien von Drillisch und der Mutter United Internet deutlich zulegen.

Im neuen Angebot seien die Preise für Drillisch gesenkt worden, habe es geheißen, sodass sich das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2020 über einen potenziellen positiven Ergebniseffekt von rund 30 Millionen Euro freuen könnte. Die EU-Kommission habe Telefónica Deutschland um Nachbesserung eines im Oktober vorgelegten Angebotes für das sogenannte "National Roaming" gebeten, habe es von Drillisch geheißen. Ein Telefónica-Sprecher habe dagegen gesagt, dass beide Seiten Kompromisse hätten eingehen müssen. Er habe betont, dass die EU-Kommission keiner Partei Recht gegeben habe.

"National Roaming" - das bedeute, dass sich Handynutzer dort, wo ihr Netzbetreiber keine eigenen Antennen habe, mit einem anderen Netz verbinden könnten - sei für 1&1 derzeit wichtig, weil das Unternehmen noch kein eigenes Netz habe. Das Unternehmen habe 2019 eigenes Mobilfunk-Spektrum für den neuen Standard 5G ersteigert, müsse das aber erst teuer aufbauen.

Im Zuge der Auflagen für den Erwerb von E-Plus im Jahr 2014 habe sich Telefónica Deutschland verpflichtet, bis zu 30 Prozent der Netzkapazität an einen Wettbewerber zu verkaufen. Der Vertrag mit Drillisch ermögliche eine Überprüfung der Konditionen zweimal im Jahr.

Zuletzt sei es allerdings vermehrt zu Disputen gekommen: 1&1 und United Internet hätten deshalb etwa die Prognose Mitte September für das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2020 um 83,5 Millionen Euro auf 600 Millionen Euro senken müssen. Als Grund hätten sie "erhebliche Preiserhöhungen" für die Nutzung des Telefónica-Netzes genannt. Die potenziellen 30 Millionen Euro aus dem neuesten Angebot sollten - sofern 1&1 bis zum 19. Februar zusage - nun im Folgegeschäftsjahr verbucht werden.

Der Münchner Konzern könne indes einen Erfolg bei einem der sogenannten Price Reviews verbuchen, die von Drillisch initiiert worden seien. So habe ein Schiedsgericht nach Angaben von Telefónica Deutschland am Freitag endgültig bestätigt, dass es keine rückwirkende Preissenkung ab dem 5. September 2017 geben werde und ein entsprechendes Gutachten darüber wirksam sei.

Der Streit zwischen Drillisch und United Internet sowie Telefónica Deutschland dürfte noch nicht beendet sein. Doch das neue Angebot zum National Roaming sei ein wichtiger Schritt. Der teure Aufbau eines eigenen 5G-Netzes belaste zwar weiter. Charttechnisch sehe es sowohl bei Drillisch als auch bei der Mutter United Internet nun aber wieder gut aus.

Trader können weiter zugreifen, so Maximilian Völkl von "Der Aktionär". Bei Telefónica Deutschland sei ein Einstieg dagegen weiter nicht angebracht. (Analyse vom 08.02.2021)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze 1&1 Drillisch-Aktie:

Xetra-Aktienkurs 1&1 Drillisch-Aktie:
22,01 EUR +4,96% (08.02.2021, 10:13)

Tradegate-Aktienkurs 1&1 Drillisch-Aktie:
22,13 EUR +2,45% (08.02.2021, 10:28)

ISIN 1&1 Drillisch-Aktie:
DE0005545503

WKN 1&1 Drillisch-Aktie:
554550

Ticker-Symbol 1&1 Drillisch-Aktie:
DRI

Kurzprofil 1&1 Drillisch AG:

Als deutschlandweit einziger virtueller Netzbetreiber hat 1&1 Drillisch (ISIN: DE0005545503, WKN: 554550, Ticker-Symbol: DRI) über einen MBA MVNO Vertrag langfristig gesicherten Zugang zu bis zu 30 Prozent des Mobilfunknetzes von Telefónica Deutschland und kann dieses mit eigenen Produkten und Diensten nutzen. Damit hat 1&1 Drillisch eine Sonderstellung im deutschen Markt.

Mit rund 4,3 Mio. Breitband-Anschlüssen ist 1&1 Drillisch der größte alternative DSL-Anbieter in Deutschland. Die Qualität seiner Festnetz-Produkte wurde bereits mehrfach im Test des renommierten Fachmagazins connect ausgezeichnet. (Testsieg 2015/2017, 2. Platz 2016/2018).

Bei Festnetz-Anschlüssen greift 1&1 Drillisch auf Vorleister wie die Deutsche Telekom zurück und hat Zugriff auf das Glasfasernetz von 1&1 Versatel. So wird die so genannte "letzte Meile" bei VDSL/Vectoring (FTTC) primär über die Layer 2-Infrastruktur der Deutschen Telekom realisiert. Glasfaser-Anschlüsse bis in die Wohnung (FTTH) können durch die Kooperation mit City Carriern angeboten werden.
1&1 Drillisch deckt mit seinen unterschiedlichen Marken alle wichtigen Kundensegmente ab. Neben reinen Mobilfunk- und Breitband-Produkten bietet das Unternehmen seinen Kunden auch attraktive Bundle-Produkte aus Mobilfunk und Festnetz - ergänzt um Produkte wie Heimvernetzung, Online-Storage, Video-on-Demand oder IPTV.

Im Juni 2019 hat 1&1 Drillisch erfolgreich an der 5G-Auktion der Bundesnetzagentur teilgenommen und die notwendigen Frequenzen für den Aufbau eines leistungsfähigen Mobilfunknetzes ersteigert. (08.02.2021/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005545503 554550 27,90 € 18,03 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
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Xetra 18,44 € +1,49%  24.06.22
Berlin 18,26 € +0,33%  08:06
Hamburg 18,24 € +0,22%  08:15
Hannover 18,24 € +0,22%  08:15
München 18,22 € +0,11%  08:06
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Stuttgart 18,24 € -0,82%  08:26
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