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Wall Street Eröffnung: Etwas fester, Arbeitsmarkt im Blick


07.05.2010
aktiencheck.de

New York (aktiencheck.de AG) - Nach den schweren Kapriolen am Vorabend ist an der Wall Street vorerst Ruhe eingekehrt. Der Dow Jones ist gestern zeitweise um fast 1.000 Punkte oder mehr als 9 Prozent eingebrochen. Die Ursache ist nach wie vor unklar. Als mögliche Gründe werden ein Computerfehler oder menschliches Versagen genannt. Allerdings könnten auch die schwelende Griechenland-Krise und das Verhalten der EU zu der Panik beigetragen haben. Letztendlich schloss der US-Leitindex 3,2 Prozent schwächer. Zur Stunde kann der Dow Jones um 0,29 Prozent vorrücken auf 10.550,33 Zähler. Der S&P 500 legt daneben 0,24 Prozent zu auf 1.130,91 Punkte. Für den NASDAQ Composite geht es marginal nach oben auf 2.319,91 Stellen.

Laut Angaben des Arbeitsministeriums in Washington hat sich die US-Arbeitsmarktsituation im April weiter verbessert. So kletterte die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 290.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Stellenaufbau um 187.000 Beschäftigte erwartet. Jedoch stieg die Arbeitslosenquote auf 9,9 Prozent, nachdem sie im Vormonat lediglich bei 9,7 Prozent gestanden hatte. Volkswirte hatten hingegen mit einem unveränderten Wert gerechnet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne verharrten auf dem Vormonatsniveau. Sie gelten als wichtiger Indikator für die Inflationsentwicklung. Hier waren Volkswirte von einem Zuwachs um 0,1 Prozent ausgegangen.

Papiere des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble, die gestern im Zuge der Panik ohne fundamentale Gründe kurzzeitig um rund 37 Prozent eingebrochen sind, verlieren aktuell 0,6 Prozent. Titel des Kraftwerksbetreibers Exelon, die gestern zeitweise mit 99 Prozent im Minus lagen, geben 0,3 Prozent ab. Wie der Lebensmittelkonzern Kraft Foods (ISIN US50075N1046 / WKN 655910) am Vorabend bekannt gab, konnte er seine Erlöse im ersten Quartal um 26 Prozent auf 11,32 Mrd. Dollar steigern. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 1,88 Mrd. Dollar bzw. 1,16 Dollar je Aktie, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 660 Mio. Dollar bzw. 45 Cents je Aktie ausgewiesen hatte. Das bereinigte EPS wurde mit 49 Cents je Aktie angegeben. Analysten hatten zuvor ein EPS von 45 Cents sowie einen Umsatz von 10,95 Mrd. Dollar erwartet. Im Anschluss hat der Konzern seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2010 bestätigt. Die Aktie reagiert mit einem Plus von knapp 2 Prozent auf die Ergebnisse.


Der Versicherungskonzern American International Group (AIG) (ISIN US0268747849 / WKN A0X88Z), der sich zu rund 80 Prozent in Besitz der US-Regierung befindet, hat im ersten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielen können, was mit Wertsteigerungen in seinem Investment-Portfolio zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 1,45 Mrd. Dollar bzw. 2,16 Dollar pro Aktie, nach einem Verlust von 4,35 Mrd. Dollar bzw. 39,67 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn lag bei 1,21 Dollar pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 48 Cents pro Aktie ausgegangen. Der Wert legt 1,4 Prozent zu.

Für Activision Blizzard (ISIN US00507V1098 / WKN A0Q4K4) geht es um über 5 Prozent nach oben. Der Computerspiele-Hersteller hat am Vorabend die Zahlen für das erste Quartal gemeldet hat. Der Umsatz wurde auf 1,31 Mrd. Dollar gesteigert (Vorjahr: 981 Mio. Dollar). Der Nettogewinn belief sich auf 381 Mio. Dollar bzw. 30 Cents je Aktie, nach 189 Mio. Dollar bzw. 14 Cents je Aktie im Vorjahr. Das bereinigte EPS betrug 9 Cents. Analysten hatten einen Umsatz von 569,7 Mio. Dollar sowie ein Ergebnis von 4 Cents je Aktie erwartet. Für das laufende Quartal prognostizieren sie einen Umsatz von 796,7 Mio. Dollar und ein EPS von 9 Cents. Das Unternehmen selbst sieht hier einen Umsatz von 700 Mio. Dollar und ein EPS von 4 Cents.

Der Chemiekonzern Huntsman (ISIN US4470111075 / WKN A0DQGM) konnte seinen Verlust im ersten Quartal reduzieren. Die Erlöse stiegen dabei um knapp 25 Prozent auf 2,09 Mrd. Dollar. Der Nettoverlust sank von 290 Mio. Dollar bzw. 1,24 Dollar je Aktie auf nun 172 Mio. Dollar bzw. 0,73 Dollar je Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug der Verlust 0,07 (Vorjahr: -1,14) Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von -0,07 Dollar sowie Umsätze von 2,05 Mrd. Dollar erwartet. Huntsman legen gut 5 Prozent zu. Wie der Energieversorger AES (ISIN US00130H1059 / WKN 882177) erklärte, ist sein Gewinn im ersten Quartal gesunken. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch geschlagen. Indes wurde die Jahresprognose gesenkt, was auf negative Währungseffekte und eine ungünstige Entwicklung bei den Rohstoff-Terminpreisen zurückzuführen ist. AES geben knapp 3 Prozent ab. Der Energieversorger Edison (ISIN US2810201077 / WKN 887629) teilte mit, dass sein Gewinn im ersten Quartal leicht gesunken ist, was auf Sonderbelastungen zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Ergebniserwartungen jedoch geschlagen. Die Jahresprognose wurde bestätigt. Edison rücken um 1,5 Prozent vor.

Dow Jones 10.550,33 (+0,29 Prozent) S&P 500 1.130,91 (+0,24 Prozent) NASDAQ Composite 2.319,91 (+0,01 Prozent) (07.05.2010/ac/n/m)


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