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Börsen in Europa am Mittag: Deutliche Verluste, UBS im Blick


04.05.2010
aktiencheck.de

Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben nach wie vor mit deutlichen Verlusten zu kämpfen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 kommt aktuell um 1,42 Prozent zurück auf 2.776,41 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt daneben 1,17 Prozent ein auf 2.513,02 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 liegt mit 1,36 Prozent im Minus bei 674,39 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls rote Vorzeichen.

Am Wochenende haben die europäischen Finanzminister einem gemeinsamen Hilfsprogramm der Euro-Zone mit dem Internationalen Währungsfonds für Griechenland von 110 Mrd. Euro bis 2012 zugestimmt. Wie nun jedoch in der Presse zu lesen war, benötigt das angeschlagene EU-Mitglied offenbar mehr Geld als bisher bekannt. Demnach taxiere das Finanzministerium in Berlin den Finanzierungsbedarf bis Ende 2012 auf insgesamt 150 Mrd. Euro. Wie das EU-Statistikamt Eurostat bekannt gab, hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise der europäischen Industrie im März beschleunigt. Binnen Monatsfrist zogen die Preise in der Eurozone um 0,6 Prozent und in der gesamten Union (EU27) um 0,7 Prozent an.

Die US-Futures deuten auf eine schwache Eröffnung der Wall Street hin. Aktuell verlieren der Dow Jones Future 0,64 Prozent, der S&P 500 Future 0,81 Prozent und der NASDAQ 100 Future 0,80 Prozent. Im Blick dürften insbesondere die Zahlen von ADM, Pfizer, Marathon Oil und Merck & Co. stehen. Außerdem werden die Industrieaufträge erwartet.


Die Aktie der UBS (ISIN CH0024899483 / WKN UB0BL6) kommt im SMI um 2,4 Prozent zurück. Die Großbank hat im ersten Quartal einen deutlichen Gewinn erwirtschaftet, was mit einer guten Entwicklung in allen Geschäftsbereichen zusammenhängt. Den Angaben zufolge belief sich der den UBS-Aktionären zurechenbare Reingewinn auf 2,20 Mrd. Schweizer Franken (CHF), gegenüber einem Verlust von 1,98 Mrd. CHF im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Überschuss von 1,99 Mrd. CHF ausgegangen. Credit Suisse sacken ex Dividende am Indexende um fast 6 Prozent ab. Swiss Life (ISIN CH0014852781 / WKN 778237) geben leicht ab. Wie der Lebensversicherer bekannt gab, hat er seine Prämieneinnahmen im ersten Quartal um 23 Prozent auf 7,87 Mrd. CHF gesteigert. Die operativen Kosten konnten im geplanten Umfang weiter gesenkt werden. AWD ist mit einem Betriebsgewinn (EBIT) von 9,8 Mio. Euro ebenfalls gut ins 2010 gestartet, hieß es. Holcim (ISIN CH0012214059 / WKN 869898) legen gegen den Trend leicht zu. Der Baustoffhersteller konnte im ersten Quartal dank der zuletzt gesehenen konjunkturellen Belebung einen Umsatzanstieg und eine Verbesserung beim operativen Ergebnis ausweisen. Der Umsatz lag mit 4,74 Mrd. CHF über dem Vorjahreswert von 4,52 Mrd. CHF. Der operative Gewinn verbesserte sich auf 460 Mio. CHF, nach 343 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter ein Verlust von 68 Mio. CHF verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 74 Mio. CHF ausgewiesen hatte. Der Ergebnisrückgang resultierte dabei aus der bereits angekündigten, einmaligen und nicht kassenwirksamen Steuerbelastung von 182 Mio. CHF im Zusammenhang mit der Bereinigung der Beteiligungsstruktur in Nordamerika. Ohne diese Bereinigung hätte der Konzerngewinn um 27,2 Prozent zugelegt.

GDF SUEZ (ISIN FR0010208488 / WKN A0ER6Q) gewinnen im CAC40 in Paris 2 Prozent. Wie der Energie- und Gasversorger mitteilte, sind Umsatz und EBITDA im ersten Quartal gesunken. Die Erwartungen konnten beim Ergebnis jedoch geschlagen werden. Den Angaben zufolge belief sich das EBITDA auf 5,2 Mrd. Euro, im Vergleich zu 5,3 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei habe das Vorjahresergebnis von positiven Einmaleffekten profitiert. Analysten waren im Vorfeld von einem EBITDA von 5,04 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz reduzierte sich im Berichtszeitraum um 6,8 Prozent auf 23,83 Mrd. Euro. Alstom (ISIN FR0000120198 / WKN 914815) geben 0,7 Prozent ab. Dabei konnte der Mischkonzern im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem Ergebnisanstieg überzeugen. Die Erlöse lagen mit 19,65 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 18,74 Mrd. Euro. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verzeichnete Alstom einen Anstieg auf 1,63 Mrd. Euro, nach 1,44 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Vor Einmaleffekten lag der bereinigte operative Gewinn bei 1,78 Mrd. Euro, nach 1,54 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn verbesserte sich leicht auf 1,21 Mrd. Euro, nach 1,12 Mrd. Euro im Vorjahr. Am Indexende kommen Renault um 3,4 Prozent zurück. Kaum besser ist es um Peugeot und Crédit Agricole bestellt.

Im britischen FTSE 100 stechen Papiere des Ölriesen BP mit einem Minus von 4,2 Prozent ins Auge. Hintergrund sind die anhaltenden Probleme im Golf von Mexiko nach dem Untergang einer Ölbohrinsel. Titel der beiden Bergbauriesen Rio Tinto und BHP Billiton büßen 3 bzw. 4,3 Prozent ein. Die australische Regierung will von 2012 an die Gewinne der Bergbau-Unternehmen mit 40 Prozent besteuern. Daneben kommen unter anderem Lloyds um 3,9 Prozent, Antofagasta um 3,6 Prozent und Aviva um 3,4 Prozent zurück.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.776,41 (-1,42 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.513,02 (-1,17 Prozent) EURONEXT 100: 674,39 (-1,36 Prozent) FTSE 100 (London): 5.500,11 (-0,96 Prozent) CAC40 (Paris): 3.779,51 (-1,28 Prozent) MIB (Mailand): 21.080,02 (-2,54 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.163,10 (-2,49 Prozent) SMI (Zürich): 6.574,79 (-0,50 Prozent) ATX (Wien): 2.646,93 (-0,74 Prozent) (04.05.2010/ac/n/m)


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