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Börse Frankfurt am Morgen: DAX startet schwächer, K+S unter Druck


11.03.2010
aktiencheck.de

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte starten am Donnerstag mit Abschlägen in den Handel. Aktuell verliert der DAX 0,24 Prozent auf 5.922,20 Punkte, während der MDAX um 0,14 Prozent auf 7.915,13 Zähler abgibt. Beim SDAX sind aktuell Abschläge von 0,20 Prozent auf 3.775,07 Zähler auszumachen, während der TecDAX um 0,71 Prozent auf 837,71 Zähler abgeben muss. Beim Bund-Future ist derzeit ein Plus von 0,04 Prozent auf 122,65 Punkte auszumachen.

Am Vorabend hatten die US-Börsen erneut behauptet geschlossen. Der Dow Jones legte 0,03 Prozent zu, während der NASDAQ Composite um 0,78 Prozent anstieg. Dabei wurde der gestrige Handelstag durch zahlreiche Konjunkturdaten geprägt. So wurde bei den wöchentlichen Hypothekenanträgen ein leichtes Plus ausgewiesen, während sich die Lagerbestände im Großhandel unerwartet reduziert hatten. Die Umsatzerlöse im Großhandelsgeschäft wiesen hingegen ein recht deutliches Plus aus. Beim mit Spannung erwarteten US-Haushaltsdefizit wurde am Abend für den Monat Februar ein Wert von 221 Mrd. Dollar ausgewiesen. Die Ausgaben stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 17 Prozent auf rund 328 Mrd. Dollar. Bei den Einnahmen konnte zum ersten Mal seit April 2008 wieder ein Zuwachs im Jahresvergleich verbucht werden. So legten die Einnahmen um 23 Prozent auf 107,5 Mrd. Dollar zu. Die asiatischen Leitbörsen konnten im Anschluss teilweise recht deutliche Zugewinne ausweisen. Unter anderem verbesserte sich der japanische Leitindex Nikkei um mehr als 0,9 Prozent. Am heutigen Handelstag dürfte das Geschehen vor allem durch die am Nachmittag anstehenden Daten zur US-Handelsbilanz sowie den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe bestimmt werden.

Zu Handelsbeginn richtet sich das Interesse der Marktteilnehmer vor allem auf den Düngemittelhersteller K+S (ISIN DE0007162000 / WKN 716200), der am Morgen für das abgelaufene Fiskaljahr erwartungsgemäß einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang gemeldet hatte. Dabei lag der Umsatz mit 3,57 Mrd. Euro um rund 26 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, während das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern auf 93,6 Mio. Euro (2008: 979,3 Mio. Euro) zurückging. Für 2010 erwartet der Konzern jedoch einen deutlichen Umsatzanstieg. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sollte der operativen Ergebnisentwicklung folgend im Jahr 2010 ebenfalls deutlich höher ausfallen, so der Konzern. Anleger honorieren diesen positiven Ausblick jedoch nicht und schicken die Aktie mit einem Minus von 1,2 Prozent ans Ende des DAX. Deutlichere Abschläge sind daneben außerdem bei Bayer, Infineon, SAP und der Allianz auszumachen. Im Mittelfeld muss die Aktie der Münchener Rück nach einer Analystenabstufung im Zuge der am Vortag veröffentlichten Geschäftszahlen leichte Abschläge von 0,2 Prozent ausweisen.

Im Rampenlicht stehen zu Handelsbeginn außerdem Anteilsscheine der Deutschen Lufthansa (ISIN DE0008232125 / WKN 823212), die bei der Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen für 2009 wie erwartet einen deutlichen Ergebniseinbruch präsentieren musste. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 22,28 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert von 24,84 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis lag mit 130 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,28 Mrd. Euro, während man beim Konzernergebnis unter dem strich einen Verlust von 112 Mio. Euro (Vorjahr: +542 Mio. Euro) ausgewiesen hatte. Positiver gestaltete sich da schon der Ausblick, zumal die Kranichlinie für 2010 einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis anstrebt. Aktuell kann die Aktie rund 0,6 Prozent zulegen und rangiert damit in der oberen Hälfe des DAX. Gefragt sind daneben außerdem Henkel, Deutsche Börse und BMW. Auch Volkswagen und FMC präsentieren sich mit Aufschlägen von 0,5 Prozent.


Im MDAX zieht die Aktie des Technologiekonzerns GEA Group (ISIN DE0006602006 / WKN 660200) mit einem Aufschlag von mehr als 5,9 Prozent an der Spitze einsam ihre Kreise. Den Angaben zufolge sank der Umsatz im abgelaufenen Fiskaljahr um 14,8 Prozent auf 4,41 Mrd. Euro, während der Auftragseingang um 18,1 Prozent auf 4,08 Mrd. Euro zurückging. Das Konzernergebnis kletterte von 101 Mio. Euro auf 161,7 Mio. Euro, wobei der Bereich der nicht fortgeführten Geschäftsbereiche das Konzernergebnis im Berichtszeitraum nicht mehr belastet hat. Für 2010 geht der Konzern von einem moderaten Anstieg des Auftragseingangs, einer entsprechenden Stabilisierung des Umsatzes und damit von einem Margenniveau zumindest auf Höhe des abgelaufenen Geschäftsjahres 2009 aus.

Ebenfalls deutlicher im Plus rangiert die Aktie des Motoren- und Antriebsspezialisten Tognum (ISIN DE000A0N4P43 / WKN A0N4P4). Dieser musste für 2009 einen Umsatz- und Ergebnisrückgang ausweisen, konnte seine Prognose aber voll erfüllen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 199 Mio. Euro und lag damit um 51 Prozent unter dem Vorjahreswert von 407 Mio. Euro. Die bereinigte EBIT-Marge fiel auf 7,9 (Vorjahr: 13,0) Prozent. Damit hat Tognum sein für 2009 prognostiziertes Ergebnisziel erreicht. Das bereinigte Konzernergebnis schrumpfte von 264 Mio. auf 121 Mio. Euro. Daraus ergibt sich ein bereinigter Gewinn je Aktie von 0,92 Euro (Vorjahr: 2,01 Euro). Für 2010 rechnet Tognum mit einem Umsatz zwischen 2,3 und 2,5 Mrd. Euro. Bei der bereinigten Umsatzrendite geht das Unternehmen trotz erhöhter Investitionen und Vorleistungen in Zukunftsprojekte von einem Niveau zwischen 6 und 9 Prozent aus. Aktuell kann der Wert rund 2 Prozent fester tendieren. Daneben befinden sich auch Praktiker und Gerresheimer mit an der Spitze im MDAX.

Mit einem Minus von 2,22 Prozent deutlich abgeschlagen muss der Küchenhersteller RATIONAL AG (ISIN DE0007010803 / WKN 701080) aktuell die Rote Laterne im MDAX übernehmen. Dabei konnte der Konzern für das Fiskaljahr 2009 ein Umsatzminus von lediglich 8 Prozent auf 314,4 Mio. Euro vorweisen. Das EBIT wuchs um 9 Prozent auf 90,5 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nahm ebenfalls um 9 Prozent zu und erreichte den neuen Rekordwert von 67,3 Mio. Euro. Deutlich schwächer präsentiert sich daneben Vortagesgewinner Sky Deutschland mit einem Minus von 1,9 Prozent, während Pfleiderer und Klöckner & Co ebenfalls unter Gewinnmitnahmen zu leiden haben.

Im TecDAX stehen weiterhin Solarwerte hoch im Kurs. Aktuell legen Phoenix Solar und centrotherm mehr als 1 Prozent zu. An der Spitze sind derzeit SMARTRAC zu finden. Am unteren Ende müssen Q-Cells nach einer Analystenabstufung Abschläge von 4,05 Prozent ausweisen. AIXTRON AG (ISIN DE000A0WMPJ6 / WKN A0WMPJ) hat unter Gewinnmitnahmen zu leiden und gibt derzeit rund 2 Prozent ab. Am Vortag hatte der wert aufgrund starker Geschäftszahlen zwischenzeitlich mehr als 10 Prozent zulegen können.

DAX: 5.922,20 (-0,24 Prozent) MDAX: 7.915,13 (-0,14 Prozent) SDAX: 3.775,07 (-0,20 Prozent) TecDAX: 837,71 (-0,71 Prozent) (11.03.2010/ac/n/m)

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