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HOCHTIEF Concessions nicht zeichnen 01.12.2009
Wirtschaftswoche
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "Wirtschaftswoche" empfehlen, die HOCHTIEF Concessions-Aktie (ISIN DE000A1A60H7 / WKN A1A60H) nicht zu zeichnen.
Mit HOCHTIEF Concessions bringe die HOCHTIEF AG ihre Infrastruktursparte an die Börse. Die Zeichnungsfrist gehe noch bis zum 03. Dezember.
HOCHTIEF Concessions sei an ihren Beteiligungen mit zwischen 5,6% und 50% beteiligt. Durch aktives Management wolle man vor allem die Einnahmen aus den Flughäfen steigern.
Auch HOCHTIEF Concessions spüre die Auswirkungen der Wirtschaftskrise. So dürfte der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um knapp 40% zurückgehen.
Je nach Berechnung liege der Wert der Beteiligungen bei 1,3 bis 1,8 Mrd. Euro (Net Asset Value (NAV)). Hinzu käme nach dem Börsengang noch eine Nettoliquidität von rund 550 Mio. Euro. Damit entspräche die Marktkapitalisierung von HOCHTIEF Concessions ziemlich genau dem NAV plus Cash. Der Buchwert je Aktie liege nach dem IPO bei gut 11 Euro. Der Aktienkurs dürfte rund dem 2,5-fachen entsprechen. Das wäre nach Einschätzung der Experten eine sehr üppige Bewertung. Da die Unternehmensführung angekündigt habe, "50% bis 60%" des Gewinns als Dividende auszuschütten, entspräche dies einer Dividendenrendite von etwa 1%.
Die Mutter, der HOCHTIEF-Konzern, habe angekündigt, mit mindestens 51% an HOCHTIEF Concessions beteiligt bleiben zu wollen. Dieser Anteil hätte einen Wert von 1 Mrd. Euro. Hinzu komme der Wert der Beteiligung an Leighton von aktuell 3,7 Mrd. Euro. Damit läge die Börsenbewertung der HOCHTIEF AG unter dem Wert der beiden Mehrheitsbeteiligungen.
Daher sei für Anleger die Mutter schöner als die Tochter, auch wenn deren Preis nicht gnadenlos überreizt sei.
Die Experten der "Wirtschaftswoche" raten, die HOCHTIEF Concessions-Aktie nicht zu zeichnen. (Ausgabe 49) (01.12.2009/ac/a/n)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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