Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Angesichts überwiegend positiver Vorgaben startete der DAX freundlich in die neue Handelswoche, so die Analysten der Helaba.
Allerdings wäre eine stärkere Gegenbewegung, als Reaktion auf die zuletzt deutlichen Kursverluste, wünschenswert gewesen. Die Tatsache, dass die Aufwärtsreaktion lediglich moderat ausgefallen sei lege die Vermutung nahe, dass der Markt nicht über ausreichend Kraft verfüge, kurzfristig eine nennenswerte "Aufholjagd" zu starten. Unverkennbar sei, dass die Situation um die "Defizit-Staaten" weiter Kopfzerbrechen verursache.
Gesucht seien Anteilsscheine von der Deutschen Telekom, Daimler, Fresenius, Salzgitter und Bayer gewesen. Auf der Verliererseite seien Werte wie SAP (-2,47%) (der überraschende Rücktritt von Leo Apotheker habe Spuren hinterlassen), adidas, BMW, und MAN zu finden gewesen. Die Vorgaben für den heutigen Handelstag würden tendenziell leicht negativ ausfallen. Lohnenswert erscheine ein Blick auf den Euro, welcher sich aktuell über der 1,37er-Marke stabilisieren könne.
Trotz der Tatsache, dass der DAX gestern ein so genanntes "bullish harami" habe ausbilden können, sei die technische Situation des Index weiter angeschlagen. Besonderes Augenmerk sollte auf die Unterstützungszone von 5.433/5.400 Punkten gerichtet sein. Denn es müsse davon ausgegangen werden, dass ein Unterschreiten zu Anschlussverkäufen und damit einer weiteren Ausdehnung der Abwärtsimpulsbewegung führen werde. Die nächste Kurszielmarke würde dann 5.314 beziehungsweise 5.306 Punkte (aus der Fortsetzungsformation) für den DAX lauten. (09.02.2010/ac/a/m)