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DAX steckt zurück


09.02.2010
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach einem kräftigen Anstieg auf knapp unter 6.100 Punkte hat der DAX 30 Mitte Januar wieder den Rückzug eingeläutet, so die Analysten der SEB in ihrem aktuellen "SEB InvestmentLetter Märkte".

Die überwiegende Anzahl der Marktteilnehmer scheine derzeit der schnellen und breiten Wiederbelebung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den USA und in Europa doch nicht zu trauen. Ausgelöst worden sei die Unsicherheit der Anleger durch die Aussage der chinesischen Notenbank, die kräftig expandierende Kreditnachfrage zu dämpfen.


Hinzu komme die Ankündigung von US-Präsident Obama, die Bankenlandschaft stärker zu regulieren. Zum einen solle die Größe der Finanzinstitute begrenzt, zum anderen die Ausmaße der risikoreichen Geschäfte gesenkt werden. Auch die Trennung der Investment Banking-Sparte vom restlichen Geschäft solle angegangen werden. Wenngleich die Zustimmung des US-Kongresses erst mit einigen Zugeständnissen möglich sein werde und die Gesetzgebung die deutschen Banken voraussichtlich weniger tangiere - die Aktienmärkte würden zunehmend nervös auf unerwartete Nachrichten reagieren. Vor diesem Hintergrund habe auch der Goldpreis deutlich unter seinem Rekordhoch von über 1.200 USD je Feinunze gelegen, wobei die leichte Erholung des USD ebenfalls belaste.

Bei der seit Mitte Januar bestehenden Korrektur an den Aktienmärkten würden die Marktteilnehmer relativ wenig die Unternehmensergebnisse in der angelaufenen Berichtssaison für das vierte Quartal 2009 beachten. Dabei hätten die meisten Unternehmen die Erwartungen erfüllt oder sie sogar übertroffen. Vor allem bei den US-Technologiekonzernen seien die Zahlen überwiegend positiv ausgefallen. Die Unternehmen hätten zum Teil sogar einen ersten Ausblick auf das Jahr 2010 gewagt. Dazu würden die Schwergewichte Intel, AMD, Apple (die sich auch mit dem iPad in den Fokus der Medien katapultiert hätten), Nokia sowie Microsoft zählen. Die allgemeine Marktstimmung hätten sie jedoch nicht anzuheben vermocht.

Die aktuelle Korrekturphase könne noch einige Wochen anhalten. Für mittelfristig wieder steigende Aktienkurse würden jedoch unverändert die umfangreiche Liquidität am Markt bzw. die geringe Investitionsquote der Anleger, die wieder steigenden Unternehmensgewinne, der Mangel an Anlagealternativen infolge sehr niedriger Geld- und Kapitalmarktzinsen und eine Bewertung, die relativ gesehen innerhalb der langfristigen Durchschnittsspanne liege, sprechen. Zudem würden viele Unternehmen im Vorfeld der Hauptversammlungen eine attraktive Dividendenrendite ausweisen.

Man gehe davon aus, dass die derzeitige DAX 30-Schwäche bis in den Bereich um 5.300 Punkte dauern könne, bevor es wieder in Richtung 6.000 Punkte gehe. Man erwarte weiterhin den DAX 30 per Mitte 2010 unverändert bei rund 6.100 Punkten und per Ende 2010 bei 6.500 Punkten. (Ausgabe vom 01.02.2010) (09.02.2010/ac/a/m)

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