Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Seit Freitagmorgen hat sich der US-Dollar mächtig erholen können, so die Analysten von Cognitrend in der aktuellen Ausgabe von "FX-Tagesausblick" der Deutschen Bank.
Offenkundig hätten sich viele Akteure, genauer Margin Trader, an Dipkäufen versucht - darauf würden etwa die Daten der Tokyo Financial Exchange hindeuten. Sie würden wohl nicht damit rechnen, dass der Finanzminister einer weiteren Aufwertung des Yen noch sonderlich lange zuschauen würde. Andere Akteure wiederum würden keinen solchen Markteingriff fürchten: Dies sei politisch schwierig vertretbar. Schließlich habe man sich erst auf dem G20-Gipfel auf den Abbau, nicht den Aufbau, globaler Ungleichgewichte geeinigt. Überdies dürfte Japan kein Interesse daran haben, weitere Dollars anzuhäufen. Solange sich die Aufwertung des Yen graduell vollziehe, würden Interventionen ausbleiben, so das Votum dieser Marktteilnehmer.
Gleichzeitig bilde sich die gefühlte Yen-Überbewertung zurück - auch dies spreche für ein mannigfaltigeres Meinungsbild. Dennoch müsse der Dollar erst die 90,30/40er Zone überwinden, um Stabilität zu erlangen. Die nächste Unterstützung liege derweil bei 89,15. (12.10.2009/ac/a/m)