Alexander Groschke, Analyst der LRP Landesbank Rheinland-Pfalz, stuft die Aktie von Sanofi-Aventis (ISIN FR0000120578 / WKN 920657) nach wie vor mit "Underperformer" ein.
Die heute vorgelegten Umsatzzahlen 6,5 Mrd. (+10,7%) würden weitgehend den Markterwartungen entsprechen. Bei dieser Zahl handle es sich um eine pro forma Angabe, da Aventis erst ab Q4 konsolidiert werde. Die 10,7% seien außerdem adjustiert ("on a comparable basis") worden. Lasse man die Adjustierungen bei Seite, betrage das Umsatzwachstum nur noch 4,7%. Die Analysten würden diese Art der Kommunikation für wenig transparent halten. Negativ werte man außerdem, dass Sanofi-Aventis keinen vollständigen Quartalsbericht mehr vorlege, sondern nur noch die Umsatzzahlen berichte Unter den Top 15 Produkten würden Lantus (+85%), Actonel (+67%) und Eloxatin (+60%) hervor stechen. Nur Allegra (-2%), einst das umsatzstärkste Mittel von Aventis, müsse einen Rückgang hinnehmen.
Der Bereich Impfstoffe habe mit einem Plus von 9% eine solide Performance zeigen können. Influenza-Impfstoffe hätten sogar um 19% zulegen können. Sanofi-Aventis profitiere sicherlich von der Produktionspanne von Chiron, allerdings seien die Kapazitäten begrenzt, so dass der Ausfall nur zum Teil kompensiert werden könne. Man werte die Nachrichten als neutral für die heutige Kursentwicklung.
Die Analysten der LRP bewerten die Aktie von Sanofi-Aventis weiterhin mit "Underperformer". Das Kursziel 12/2005 liege bei 55 Euro.