Ute Haibach, Analystin der National-Bank AG, bewertet die Pfizer-Aktie (ISIN US7170811035 / WKN 852009) mit "halten".
Ende September habe der Pharmakonzern Merck sein Arthrose- und Schmerzmittel Vioxx Markt vom genommen. Eine Studie habe belegt, dass bei der Einnahme von Vioxx im Vergleich zu der Placebo-Vergleichsgruppe ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko bestehe. Pfizer habe ein ähnliches Präparat mit gleicher Wirkweise (sogenannten Cyclo-oxigenase-2-Hemmern) in seinem Portfolio: Celebrex. Die bei Medizinern angesehene Fachzeitschrift "New England Journal of Medicine" werde in ca. einer Wochen einen Beitrag veröffentlichen, der belegen solle, dass die beschriebenen Nebenwirkungen auch bei anderen Medikamenten mit gleichem Wirkungsmechanismus auftreten könnten.
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Man sehe keine Veranlassung zu übereilten Reaktionen. Denn um die Qualität dieser Studie bewerten zu können, benötige man weitergehende Informationen zum Studiendesign, wie Fakten über die Probanden- oder die Vergleichsgruppe. Bis dahin stehe zu erwarten, dass die Konkurrenzprodukte von Pfizer und Novartis von dem Wegfall von Vioxx profitieren würden. Im Worst-Case (Rückzug von Celebrex vom Markt) würden bei Pfizer auf Basis der Zahlen für das 1. Halbjahr 6% der Umsätze wegfallen. Dies sei verkraftbar.
Die Empfehlung der Analysten der National-Bank AG für die Pfizer-Aktie lautet unverändert "halten". Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.