VBH Holding deutliche Gewinnwarnung, aber schlanker in die Zukunft
31.10.11 16:01
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Frank Laser, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von VBH Holding von "kaufen" auf "halten" herab.
Am Freitagabend habe VBH ihren Gesamtjahresausblick 2011 deutlich reduziert, da das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr negative Sondereffekte in Höhe von rund EUR 33 Mio. verbuchen werde. Darüber hinaus dürfte das zugrunde liegende EBIT für dieses Jahr durch eine zurückhaltendere Nachfrage aus Süd- und Westeuropa sowie der Märkte in Asien unter dem Geschäftsjahr 2010 liegen.
Im Zuge einer Überprüfung der mittelfristigen Ziele des Unternehmens, habe sich VBH zu einer Trennung vom Geschäft in Italien sowie von ihren Tochtergesellschaften in Malaysia, Zypern und Kuwait entschlossen, da das zukünftige Wachstum und insbesondere die Ergebnisperspektiven begrenzt zu sein scheinen. Des Weiteren habe VBH diese Gelegenheit genutzt, um auch den größten Teil ihres Firmenwerts für die Niederlassungen in Süd- und Westeuropa (Griechenland, Spanien, Belgien und Irland) sowie Asien (Singapur, Thailand, VAE, China und Indien) zu berichtigen.
Das Gesamtvolumen von rund EUR 33 Mio. werde im dritten und vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gebucht. Während sich VBHs Ergebnis durch diesen Schritt deutlich verringern werde, sei der Cashflow nicht davon betroffen.
Für das laufende Jahr erwarte VBH ein EBIT vor negativen Sondereffekten in Höhe von EUR 11 Mio., was einem Rückgang von ca. 20% gegenüber 2010 entspreche. Das operative Ergebnis werde negativ durch Währungseffekte von ca. EUR 3 Mio. beeinflusst. Bereinigt um diesen Effekt hätte VBH das EBIT um mehr als 10% steigern können. Da 2010 jedoch bereits Firmenwertberichtigungen von rund EUR 10 Mio. enthalte, sei der Gesamtjahresausblick des Unternehmens für 2011 thematisch negativ und dürfte auf die schleppende Nachfrage in verschiedenen Märkten zurückzuführen sein, in denen VBH tätig sei.
Damit könne dieser drastische Schritt, trotz der Tatsache, dass die Höhe der Gewinnwarnung eindeutig eine negative Überraschung gewesen sei, als notwendig und plausibel erachtet werden, da es so aussehe, als ob das Management diese Bilanzbereinigung durchgeführt habe, um alle möglichen Risiken zu berücksichtigen, die sich zukünftig im Zusammenhang mit VBHs Tochtergesellschaften in schwierigen Märkten ergeben könnten. Entsprechend sei zu erwarten, dass das Risiko, dass das Unternehmen zusätzliche Restrukturierungsmaßnahmen einleiten müsse, recht begrenzt sei und dass VBHs Konsortialbanken diesen Schritt unterstützt hätten.
Das Warburg Research-Modell werde zurückgestuft, da es nun die Einmaleffekte in 2011 enthalte und darüber hinaus auch wesentlich niedrigere Wachstumsannahmen für die Zukunft antizipiere.
Das Rating der Analysten von Warburg Research für die VBH Holding-Aktie wird von "kaufen" auf "halten" heruntergestuft. Das Kursziel werde von EUR 5,30 auf EUR 4,00 gesenkt. (Analyse vom 31.10.2011) (31.10.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Am Freitagabend habe VBH ihren Gesamtjahresausblick 2011 deutlich reduziert, da das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr negative Sondereffekte in Höhe von rund EUR 33 Mio. verbuchen werde. Darüber hinaus dürfte das zugrunde liegende EBIT für dieses Jahr durch eine zurückhaltendere Nachfrage aus Süd- und Westeuropa sowie der Märkte in Asien unter dem Geschäftsjahr 2010 liegen.
Im Zuge einer Überprüfung der mittelfristigen Ziele des Unternehmens, habe sich VBH zu einer Trennung vom Geschäft in Italien sowie von ihren Tochtergesellschaften in Malaysia, Zypern und Kuwait entschlossen, da das zukünftige Wachstum und insbesondere die Ergebnisperspektiven begrenzt zu sein scheinen. Des Weiteren habe VBH diese Gelegenheit genutzt, um auch den größten Teil ihres Firmenwerts für die Niederlassungen in Süd- und Westeuropa (Griechenland, Spanien, Belgien und Irland) sowie Asien (Singapur, Thailand, VAE, China und Indien) zu berichtigen.
Das Gesamtvolumen von rund EUR 33 Mio. werde im dritten und vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gebucht. Während sich VBHs Ergebnis durch diesen Schritt deutlich verringern werde, sei der Cashflow nicht davon betroffen.
Damit könne dieser drastische Schritt, trotz der Tatsache, dass die Höhe der Gewinnwarnung eindeutig eine negative Überraschung gewesen sei, als notwendig und plausibel erachtet werden, da es so aussehe, als ob das Management diese Bilanzbereinigung durchgeführt habe, um alle möglichen Risiken zu berücksichtigen, die sich zukünftig im Zusammenhang mit VBHs Tochtergesellschaften in schwierigen Märkten ergeben könnten. Entsprechend sei zu erwarten, dass das Risiko, dass das Unternehmen zusätzliche Restrukturierungsmaßnahmen einleiten müsse, recht begrenzt sei und dass VBHs Konsortialbanken diesen Schritt unterstützt hätten.
Das Warburg Research-Modell werde zurückgestuft, da es nun die Einmaleffekte in 2011 enthalte und darüber hinaus auch wesentlich niedrigere Wachstumsannahmen für die Zukunft antizipiere.
Das Rating der Analysten von Warburg Research für die VBH Holding-Aktie wird von "kaufen" auf "halten" heruntergestuft. Das Kursziel werde von EUR 5,30 auf EUR 4,00 gesenkt. (Analyse vom 31.10.2011) (31.10.2011/ac/a/nw)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 3,60 € | 3,60 € | - € | 0,00% | 25.05./07:31 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0007600702 | 760070 | 4,89 € | 3,50 € | |
Metadaten
| Ratingstufe: | halten | |||||||||
| Ratingentwicklung: | Downgrade | |||||||||
| Kurs: | 4 | |||||||||
| Kursziel: | 4 - 0 | |||||||||
| Kursziel (alt): | 5.3 - 0 | |||||||||
| Kursziel Einheit: | EUR - Euro | |||||||||
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