US-Erdgaspreis durch Überangebot auf 10-Jahrestief gedrückt
20.01.12 11:19
Commerzbank Corp. & Markets
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Brentölpreis handelt seit Tagen in einer Spanne zwischen 110,5 und 112,5 USD je Barrel, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Preisunterstützende und preisbelastende Faktoren würden sich derzeit die Waage halten. Auch der gestrige Lagerbericht des US-Energieministeriums sei gemischt ausgefallen. Zwar seien die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche aufgrund deutlich gesunkener Importe um 3,4 Mio. Barrel zurückgegangen. Dafür hätten aber die Benzinvorräte trotz einer gesunkenen Raffinerieauslastung einen Anstieg um 3,7 Mio. Barrel verzeichnet. Dies sei einer schwachen Benzinnachfrage geschuldet gewesen. Diese habe in der vergangenen Woche erstmals seit mehr als zehn Jahren bei weniger als 8 Mio. Barrel pro Tag gelegen.
Der US-Erdgaspreis sei in der Nacht auf 2,3 USD je mmBtu gefallen, den niedrigsten Stand seit fast zehn Jahren. Seit Jahresbeginn habe der Preis um mehr als 20% nachgegeben. Der Lagerabbau sei in der vergangenen Woche mit 87 Mrd. Kubikfuß zwar etwas höher ausgefallen als erwartet, sei aber deutlich geringer gewesen als die im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre erzielten 133 Mrd. Kubikfuß. Der Lagerüberhang gemessen an der Abweichung vom 5-Jahresdurchschnitt betrage mittlerweile 21%.
Die steigende Produktion von Schiefergas in Kombination mit einem ungewöhnlich warmen Winter habe in den vergangenen Wochen zu einem unterdurchschnittlichen Lagerabbau geführt. Dieser habe Ende November bereits von einem Rekordniveau begonnen. Solange es keinen Kälteeinbruch in den USA gebe, dürfte Erdgas trotz des bereits sehr niedrigen Preisniveaus unter Druck bleiben. Bei einem derart niedrigen Erdgaspreis dürfte die Erdgasförderung für viele Produzenten unrentabel werden.
Die Zahl der aktiven Bohrlöcher in den USA sei in der vergangenen Woche bereits auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gesunken. Bis sich dies in einer fallenden Produktion bemerkbar mache, könne aber noch dauern. Denn bei Erdgas generell würden die Bohrlöcher zu Beginn ihrer Lebensdauer eine hohe Produktionsrate aufweisen. (20.01.2012/ac/a/m)
Preisunterstützende und preisbelastende Faktoren würden sich derzeit die Waage halten. Auch der gestrige Lagerbericht des US-Energieministeriums sei gemischt ausgefallen. Zwar seien die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche aufgrund deutlich gesunkener Importe um 3,4 Mio. Barrel zurückgegangen. Dafür hätten aber die Benzinvorräte trotz einer gesunkenen Raffinerieauslastung einen Anstieg um 3,7 Mio. Barrel verzeichnet. Dies sei einer schwachen Benzinnachfrage geschuldet gewesen. Diese habe in der vergangenen Woche erstmals seit mehr als zehn Jahren bei weniger als 8 Mio. Barrel pro Tag gelegen.
Die steigende Produktion von Schiefergas in Kombination mit einem ungewöhnlich warmen Winter habe in den vergangenen Wochen zu einem unterdurchschnittlichen Lagerabbau geführt. Dieser habe Ende November bereits von einem Rekordniveau begonnen. Solange es keinen Kälteeinbruch in den USA gebe, dürfte Erdgas trotz des bereits sehr niedrigen Preisniveaus unter Druck bleiben. Bei einem derart niedrigen Erdgaspreis dürfte die Erdgasförderung für viele Produzenten unrentabel werden.
Die Zahl der aktiven Bohrlöcher in den USA sei in der vergangenen Woche bereits auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gesunken. Bis sich dies in einer fallenden Produktion bemerkbar mache, könne aber noch dauern. Denn bei Erdgas generell würden die Bohrlöcher zu Beginn ihrer Lebensdauer eine hohe Produktionsrate aufweisen. (20.01.2012/ac/a/m)
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