TecDAX Februar ist kein Gewinnmonat


02.02.12 14:34
DAX-Ausblick

Rosenheim (aktiencheck.de AG) - Der Drive an den Börsen ist derzeit beachtlich. Fast kein Anleger denkt derzeit noch an die Möglichkeit, dass wir uns in einer Bullenfalle befinden bzw. in eine solche hineingeraten. Wieso auch, "die Börsen laufen doch", wie mir ein Leser in der vergangenen Sprechstunde stolz erzählte, so der Experte vom "DAX-Ausblick", Sebastian Hoffmann.

Doch genau die aktuelle Börsenphase sollte Trader ein bisschen zur Vorsicht mahnen. Die Emotionen seien schon wieder on Top, es fehle vielleicht ein wenig die Nüchternheit, um die Lage realistisch einzuschätzen. Das fundamentale Umfeld sei das eine, die Charttechnik und die dazugehörenden Indikatoren seien das andere. Im Klartext:

Die Experten hätten beispielsweise dem TecDAX im DAX-Premium-Trader Platz bis zum Niveau der August-Zwischen-Tops eingeräumt. Dieses Ziel sei gestern in der Spitze erreicht worden, womit das deutsche Technologie-Barometer zwischen 757 und 764 Punkten nun einen schwierigen Widerstand vor der Brust habe, zumal auf diesem Niveau im Augenblick auch die 200-Tage-Linie verlaufe. Das bedeute:

Werde der GD200 überwunden, bestehe darüber weiteres Erholungspotenzial bis 770/780 Punkte. Man sollte aber auch im Hinterkopf haben, dass der TecDAX im vergangenen Jahr zwischen April und Oktober von 952 Punkten um 335 Punkte bzw. 35% auf 617 Zähler abgestürzt sei. Und mit dem eben erwähnten Anstieg auf 756 Zähler habe der TecDAX erst 41% dieses Abschlags wieder aufgeholt. Nur zum Vergleich:

Der MDAX sei um 32% weggebrochen und habe bereits 69% des Crashs wieder aufgeholt. Der DAX sei um 35% eingebrochen und habe bereits 63% wieder aufgeholt. Das solle heißen:

Der TecDAX laufe also deutlich hinterher, was ungewöhnlich für einen neuen Aufwärtstrend sei, da zumeist gerade die spekulativen Techologie-Aktien in solchen Abschnitten besonders gefragt seien. Gegenüber dem NASDAQ verfüge der TecDAX noch über deutliches Aufholpotenzial. Der Chart zeige es auf. Denn:

Während in den USA bereits neue Zehn-Jahres-Höchststände erreicht worden seien, würden die deutschen Tec-Werte noch deutlich unter den Vorjahres-Höchstständen zurückhängen. Nun haben wir Februar - nicht gerade der Gewinnmonat für den TecDAX, so die Experten vom "DAX-Ausblick". In den vergangenen zehn Jahren hätten die Kurse nur in 46% der Fälle im Februar Gewinne verbuchen können. Durchschnittlich lege der TecDAX im zweiten Monat des Jahres mit einer Performance von -0,17% eine Verschnaufpause ein. (02.02.2012/ac/a/m)





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