Ölmarkt handelte erneut uneinheitlich
08.02.12 14:38
Commerzbank Corp. & Markets
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Ölmarkt handelte gestern erneut uneinheitlich, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Nachdem ein Sprecher des iranischen Parlaments bekräftigt habe, die Exporte in die EU jederzeit stoppen zu können, habe Brent auf hohem Niveau von gut 116 USD je Barrel seitwärts tendiert. Einen kräftigen Satz nach oben um 3 USD auf gut 99 USD je Barrel habe dagegen der WTI-Preis gemacht. Die Preisspanne zwischen den beiden meistgehandelten Ölsorten habe sich im Zuge dessen auf 17 USD je Barrel eingeengt. Ein Grund könnte der Beschluss eines Gremiums des US-Repräsentantenhauses gewesen sein, den Bau der umstrittenen Keystone XL Pipeline auf anderem parlamentarischen Weg doch noch vorantreiben zu wollen. Der nun angedachte Weg über die staatliche Energiekommission habe aber ebenfalls zahlreiche politische Hürden zu nehmen.
Auch der Monatsbericht der amerikanischen Energiebehörde habe ein wenig geholfen: Zwar sei die Prognose für das globale Nachfragewachstum in 2012 mit 1,3 Mio. Barrel pro Tag nahezu unverändert geblieben. Da die EIA ihre Erwartung für die Angebotsentwicklung außerhalb der OPEC weiter nach unten revidiert habe, solle sich der Markt im Laufe des Jahres allerdings einengen. Die EIA stelle auch heraus, dass die USA im vergangenen Jahr erstmals seit 1949 Nettoexporteur von Mineralölprodukten gewesen seien. Die USA dürften diesen Status nach Erachten der Analysten sogar noch ausbauen, wenn das hohe Rohölangebot im Landesinneren nach der Umkehr der Seaway-Pipeline an die US-Golfküste abfließen könne, wo sich knapp die Hälfte der US-Raffineriekapazitäten befinden würden. (08.02.2012/ac/a/m)
Nachdem ein Sprecher des iranischen Parlaments bekräftigt habe, die Exporte in die EU jederzeit stoppen zu können, habe Brent auf hohem Niveau von gut 116 USD je Barrel seitwärts tendiert. Einen kräftigen Satz nach oben um 3 USD auf gut 99 USD je Barrel habe dagegen der WTI-Preis gemacht. Die Preisspanne zwischen den beiden meistgehandelten Ölsorten habe sich im Zuge dessen auf 17 USD je Barrel eingeengt. Ein Grund könnte der Beschluss eines Gremiums des US-Repräsentantenhauses gewesen sein, den Bau der umstrittenen Keystone XL Pipeline auf anderem parlamentarischen Weg doch noch vorantreiben zu wollen. Der nun angedachte Weg über die staatliche Energiekommission habe aber ebenfalls zahlreiche politische Hürden zu nehmen.
Auch der Monatsbericht der amerikanischen Energiebehörde habe ein wenig geholfen: Zwar sei die Prognose für das globale Nachfragewachstum in 2012 mit 1,3 Mio. Barrel pro Tag nahezu unverändert geblieben. Da die EIA ihre Erwartung für die Angebotsentwicklung außerhalb der OPEC weiter nach unten revidiert habe, solle sich der Markt im Laufe des Jahres allerdings einengen. Die EIA stelle auch heraus, dass die USA im vergangenen Jahr erstmals seit 1949 Nettoexporteur von Mineralölprodukten gewesen seien. Die USA dürften diesen Status nach Erachten der Analysten sogar noch ausbauen, wenn das hohe Rohölangebot im Landesinneren nach der Umkehr der Seaway-Pipeline an die US-Golfküste abfließen könne, wo sich knapp die Hälfte der US-Raffineriekapazitäten befinden würden. (08.02.2012/ac/a/m)
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