Ölmarkt Fortsetzung der unterschiedlichen Preistendenzen
03.02.12 14:37
Commerzbank Corp. & Markets
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die unterschiedlichen Preistendenzen am Ölmarkt setzen sich fort, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Brent handele relativ stabil bei 112 USD je Barrel, WTI sei gestern den fünften Tag in Folge gefallen und habe ein 6-Wochentief von weniger als 96 USD je Barrel verzeichnet. Brent profitiere als weltweit vermarktete Ölsorte stärker von der geopolitischen Unsicherheit und den damit verbundenen Angebotsrisiken.
Dagegen werde WTI aufgrund seiner Auslieferung am Lagerort Cushing im Mittleren Westen der USA vom weiterhin bestehenden Überangebot auf dem US-Markt belastet, welches sich in stark gestiegenen US-Lagerbeständen ausdrücke. Die Preisentwicklung bei WTI könne somit ein guter Fingerzeig dafür sein, wo der Brentpreis ohne die derzeit unterstützenden Angebotsrisiken hin tendieren würde. Denn ein Überangebot existiere auch global.
So produziere die OPEC aktuellen Umfragen zufolge derzeit ca. 1 Mio. Barrel pro Tag mehr als eigentlich benötigt werde. Die Verdopplung der Preisdifferenz zwischen den beiden Ölsorten auf 16 USD je Barrel seit Jahresbeginn sei somit größtenteils auf die Risikoprämie zurückzuführen, welche den Brentpreis erhöhe.
Der US-Erdgaspreis sei von großer Volatilität gekennzeichnet. Gestern sei der Preis um 7% auf 2,5 USD je mmBtu gestiegen. Zuvor sei er seit Wochenbeginn um 18% gefallen. Der Lagerabbau in den USA sei in der vergangenen Woche mit 132 Mrd. Kubikfuß zwar etwas stärker ausgefallen als erwartet, habe aber deutlich unter dem 5-Jahresdurchschnitt von 165 Mrd. Kubikfuß gelegen. Der Lagerüberhang sei somit weiter gestiegen. Dauerhafte Unterstützung für die Preise könne daher nur durch einen Kälteeinbruch in den USA ähnlich wie hier in Europa oder von weiteren Produktionskürzungen kommen. (03.02.2012/ac/a/m)
Brent handele relativ stabil bei 112 USD je Barrel, WTI sei gestern den fünften Tag in Folge gefallen und habe ein 6-Wochentief von weniger als 96 USD je Barrel verzeichnet. Brent profitiere als weltweit vermarktete Ölsorte stärker von der geopolitischen Unsicherheit und den damit verbundenen Angebotsrisiken.
So produziere die OPEC aktuellen Umfragen zufolge derzeit ca. 1 Mio. Barrel pro Tag mehr als eigentlich benötigt werde. Die Verdopplung der Preisdifferenz zwischen den beiden Ölsorten auf 16 USD je Barrel seit Jahresbeginn sei somit größtenteils auf die Risikoprämie zurückzuführen, welche den Brentpreis erhöhe.
Der US-Erdgaspreis sei von großer Volatilität gekennzeichnet. Gestern sei der Preis um 7% auf 2,5 USD je mmBtu gestiegen. Zuvor sei er seit Wochenbeginn um 18% gefallen. Der Lagerabbau in den USA sei in der vergangenen Woche mit 132 Mrd. Kubikfuß zwar etwas stärker ausgefallen als erwartet, habe aber deutlich unter dem 5-Jahresdurchschnitt von 165 Mrd. Kubikfuß gelegen. Der Lagerüberhang sei somit weiter gestiegen. Dauerhafte Unterstützung für die Preise könne daher nur durch einen Kälteeinbruch in den USA ähnlich wie hier in Europa oder von weiteren Produktionskürzungen kommen. (03.02.2012/ac/a/m)
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