ENI Libyen-Unruhen lassen Öl- und Gasproduktion sinken
30.06.11 10:17
Raiffeisen Centrobank
Wien (aktiencheck.de AG) - Hannes Loacker und Helge Rechberger, Analysten der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von ENI mit "halten" ein.
Der um Sonderfaktoren bereinigte Nettogewinn sei im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 21,6% auf EUR 2,2 Mrd. gestiegen, womit der Analystenkonsensus um acht Prozent übertroffen worden sei. ENI plane seinen 33%-Anteil am portugiesischen Energiekonzern Galp Energia zu verkaufen. Verhandlungen mit dem brasilianischen Ölriesen Petrobras (ISIN US71654V1017 / WKN 615375) hätten sich indes zerschlagen.
Die Ölproduktion sei im ersten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um fast neun Prozent gefallen. Dieser Rückgang sei auf die Unruhen in Libyen zurückzuführen.
Die Quartalszahlen der ersten drei Monate sowie der Ausblick seien vor allem von den Unruhen in Libyen geprägt gewesen. Mit einem Produktionsanteil von 15% stelle diese Region einen der wichtigsten Geschäftsbereiche des italienischen Ölkonzerns dar. Zurzeit scheine das Unternehmen von Libyen aus keine Öl- und Gasexporte zu tätigen. Das liege zum einen an der ungenügenden Sicherheitslage (der Großteil des Personals befinde sich nicht mehr vor Ort), zum anderen sei die Greenstream-Gaspipeline, die Gas von Libyen nach Italien transportiere, geschlossen worden. In den Zahlen für das zweite Quartal werde sich dieser Umstand (im Gegensatz zu den Q1-Zahlen) zur Gänze niederschlagen.
Zwei Effekte würden es allerdings schaffen, diese negative Entwicklung zu kompensieren. Zum einen notiere der Ölpreis signifikant höher als noch vor einem Jahr, zum anderen falle die Gesamtsteuerbelastung, da die Öl- und Gasförderung in Libyen stärker als in den meisten anderen Ländern besteuert werde.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bewerten die ENI-Aktie mit "halten". (Analyse vom 29.06.2011) (30.06.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Der um Sonderfaktoren bereinigte Nettogewinn sei im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 21,6% auf EUR 2,2 Mrd. gestiegen, womit der Analystenkonsensus um acht Prozent übertroffen worden sei. ENI plane seinen 33%-Anteil am portugiesischen Energiekonzern Galp Energia zu verkaufen. Verhandlungen mit dem brasilianischen Ölriesen Petrobras (ISIN US71654V1017 / WKN 615375) hätten sich indes zerschlagen.
Die Ölproduktion sei im ersten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um fast neun Prozent gefallen. Dieser Rückgang sei auf die Unruhen in Libyen zurückzuführen.
Zwei Effekte würden es allerdings schaffen, diese negative Entwicklung zu kompensieren. Zum einen notiere der Ölpreis signifikant höher als noch vor einem Jahr, zum anderen falle die Gesamtsteuerbelastung, da die Öl- und Gasförderung in Libyen stärker als in den meisten anderen Ländern besteuert werde.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bewerten die ENI-Aktie mit "halten". (Analyse vom 29.06.2011) (30.06.2011/ac/a/a)
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| Ratingstufe: | halten | ||||||
| Kurs: | 15.98 | ||||||
| KGV: | 7,0 | ||||||
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| Analysten: | Herr Helge Rechberger | ||||||
| Herr Hannes Loacker | |||||||
Werte im Artikel
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