Deutsche Börse AG geplatzte Ehe mit NYSE Euronext
06.02.12 17:12
Frankfurter Börsenbrief
Detmold (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" ist die Aktie der Deutschen Börse AG (ISIN DE0005810055 / WKN 581005) ein idealer Kauf für den eher konservativen Anleger.
Die geplatzte Ehe der Deutschen Börse AG und NYSE Euronext sei eine gute Nachricht für die Deutsche Börse AG selbst, aber auch generell den Finanzplatz Deutschland. Es sei kein x-beliebiges Unternehmen, sondern sei aus gutem Grund nach dem deutschen Börsenrecht eine öffentlich rechtliche Anstalt, da man freilich die wichtigste Infrastruktur für den deutschen börslichen Wertpapierhandel mit hoher Relevanz für die Finanzierung von Unternehmen, für die Anlage von Versicherungsgeldern samt Anlage mit Zielrichtung der Altersvorsorge usw. liefere. Es sei lediglich nachvollziehbar, dass eine so wichtige Institution nicht in den anvisierten Gewinn- und Beherrschungsvertrag hineingezwängt werde, zumal auf längere Sicht definitiv zu erwarten gewesen wäre, dass die Deutschen sukzessiv zum Juniorpartner geworden wären. Derzeit heiße es: nach vorn schauen.
Die Gesellschaft habe hochinteressante Pfunde, mit denen sie jetzt wuchern müsse. Eine Fusion bzw. größere Übernahme dürfte vorerst vom Tisch sein, womit die Unternehmensführung wieder mehr Fokus auf den Ausbau des eigentlichen Geschäfts legen dürfte. Dies schließe gezielte Zusammenarbeit (z. B. mit asiatischen Börsen) nicht aus, doch einer starken kapitalmäßigen Verflechtung und Einflussnahme bedürfe eine solche Kooperation nicht. Man sei bereits jetzt hervorragend und breit aufgestellt. Zudem stehe schon die neue Version von Xetra in den Startlöchern, was man aktiv vermarkten könne. Es sei eher ein Versorger-Unternehmen als ein steiler Wachstumswert, doch die Chancen für organisches Wachstum seien gut.
All dies werde von einer bereits jetzt außerordentlich hohen Profitabilität garniert: Im ersten Dreivierteljahr 2011 habe man aus einem Umsatzvolumen von 1.691,9 Mio. Euro (+6,5%) ein EBIT von 923,7 Mio. Euro herausgekitzelt. Dies sei nicht nur eine Erhöhung um 23,6% gewesen, sondern heiße auch eine EBIT-Marge von gigantischen 54,6%. Somit dürfte die Deutsche Börse AG definitiv zu den profitabelsten Unternehmen auf dem deutschen Kurszettel zählen. Dagegen stehe eine Gewinnbewertung von gerade mal etwa 9,6. Die hohe Dividendenrendite sei mit etwa 5,5% ebenfalls attraktiv.
Die Aktie der Deutschen Börse AG ist damit ein idealer Kauf für den eher konservativen Anleger, so die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief". Das Stopp-Loss-Limit sollte bei 38,40 Euro platziert werden. Das Kursziel werde bei 60,00 Euro gesehen. (Ausgabe 5 vom 04.02.2012) (06.02.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die geplatzte Ehe der Deutschen Börse AG und NYSE Euronext sei eine gute Nachricht für die Deutsche Börse AG selbst, aber auch generell den Finanzplatz Deutschland. Es sei kein x-beliebiges Unternehmen, sondern sei aus gutem Grund nach dem deutschen Börsenrecht eine öffentlich rechtliche Anstalt, da man freilich die wichtigste Infrastruktur für den deutschen börslichen Wertpapierhandel mit hoher Relevanz für die Finanzierung von Unternehmen, für die Anlage von Versicherungsgeldern samt Anlage mit Zielrichtung der Altersvorsorge usw. liefere. Es sei lediglich nachvollziehbar, dass eine so wichtige Institution nicht in den anvisierten Gewinn- und Beherrschungsvertrag hineingezwängt werde, zumal auf längere Sicht definitiv zu erwarten gewesen wäre, dass die Deutschen sukzessiv zum Juniorpartner geworden wären. Derzeit heiße es: nach vorn schauen.
All dies werde von einer bereits jetzt außerordentlich hohen Profitabilität garniert: Im ersten Dreivierteljahr 2011 habe man aus einem Umsatzvolumen von 1.691,9 Mio. Euro (+6,5%) ein EBIT von 923,7 Mio. Euro herausgekitzelt. Dies sei nicht nur eine Erhöhung um 23,6% gewesen, sondern heiße auch eine EBIT-Marge von gigantischen 54,6%. Somit dürfte die Deutsche Börse AG definitiv zu den profitabelsten Unternehmen auf dem deutschen Kurszettel zählen. Dagegen stehe eine Gewinnbewertung von gerade mal etwa 9,6. Die hohe Dividendenrendite sei mit etwa 5,5% ebenfalls attraktiv.
Die Aktie der Deutschen Börse AG ist damit ein idealer Kauf für den eher konservativen Anleger, so die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief". Das Stopp-Loss-Limit sollte bei 38,40 Euro platziert werden. Das Kursziel werde bei 60,00 Euro gesehen. (Ausgabe 5 vom 04.02.2012) (06.02.2012/ac/a/d)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 39,865 € | 40,955 € | -1,09 € | -2,67% | 23.05./15:04 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0005810055 | 581005 | 55,94 € | 35,65 € | |
Metadaten
| Ratingstufe: | kaufen |
| Kurs: | 46.62 |
| Kursziel: | 60 - 0 |
| Kursziel Einheit: | EUR - Euro |
Werte im Artikel
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