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DJ MARKT-AUSBLICK/Gute Berichtssaison verlängert "Goldenen Oktober"




30.10.15 13:22
Dow Jones Newswires

DJ MARKT-AUSBLICK/Gute Berichtssaison verlängert "Goldenen Oktober"


Von Michael Denzin


FRANKFURT (Dow Jones)--Eine gute Handelswoche könnte DAX & Co zum Start in den November bevorstehen. Denn nach einem bereits Goldenen Oktober dürfte sich der Investitionsstau der Anleger so langsam in Richtung einer vorgezogenen Weihnachtsrally auflösen. Die Berichtssaison entpuppt sich mehr und mehr als weniger schlimm als befürchtet, und eine bevorstehende Zinserhöhung der US-Notenbank wird vom Markt akzeptiert. Technische Analysten unterstreichen vor allem im DAX das fast korrekturlose Verharren um die 10.800er-Marke - und das nach einer Kursrally von fast 12 Prozent allein im Monat Oktober. Blickt man auf den breiten Markt, halten sich die Indizes MDAX, TecDAX und SDAX allesamt in der Nähe ihrer Jahreshochs. Die Stimmung scheint damit deutlich schlechter zu sein als die Lage. Kurse um 11.300 Punkte im DAX sollten daher in den kommenden Wochen möglich sein.


Die Reaktion der globalen Aktien- und Rentenmärkte auf die Aussagen der US-Notenbank bei ihrem jüngsten Treffen zeigte bereits deutlich, dass sich die Märkte mit der anstehenden Zinswende in den USA abgefunden haben. Die Fed hatte zwar wie erwartet den Leitzins bestätigt, die Tür für den ersten Schritt im Dezember aber offengehalten. Die Erwartung an eine Dezember-Erhöhung schoss danach um volle 10 Prozentpunkte nach oben auf fast 50 Prozent.


Gut kam am Markt dabei an, dass die US-Währungshüter die Risiken für die US-Wirtschaft durch die Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten wieder geringer einschätzen. Denn eine entsprechende Passage wurde aus dem Begleitkommentar zum Zinsentscheid gestrichen. Dies wurde bei Anlegern international als Vertrauensbeweis in die US-Wirtschaft gewertet.


Unterstrichen wird dies von einer guten Berichtssaison, die weit besser läuft als es die Schlagzeilen vermuten lassen. Schließlich nehmen hier Unternehmen einen größeren Raum ein, wenn sie massiv enttäuschen. Die wesentlich größere Zahl der Unternehmen, die verlässlich geliefert haben, geht dagegen unter. Fidelity, einer der größten Vermögensverwalter der Welt, betont daher, die zahlreichen Gewinnwarnungen deutscher Unternehmen sollten nicht überbewertet werden. Christian von Engelbrechten, Fondsmanager des Fidelity Germany Fund, zeigt sich hier ganz entspannt: Zwar seien Warnungen unter anderem von Leoni, ElringKlinger, Klöckner & Co, Hugo Boss, Biotest, Deutz, Hella, SHW, Drägerwerk und der Deutschen Bank gekommen, jedoch übertreffe die Mehrheit der Unternehmen die Erwartungen.


Anleger überschätzten hier die Risiken, gleichzeitig spiegele das niedrige Bewertungsniveau nicht die Stärke deutscher Firmen wider. Aus den bisherigen Warnungen dürfe daher nicht auf die gesamte deutsche Unternehmenslandschaft geschlossen werden, sie resultierten zumeist aus individuellen Problemen und seien kein Hinweis auf die Branche. Tatsächlich hätten im zweiten Quartal etwa 60 Prozent der deutschen Unternehmen, die im Prime Standard notiert sind, die Erwartungen übertroffen, betont von Engelbrechten. Im dritten Quartal treffe das sogar auf fast drei Viertel der Unternehmen zu. Dazu habe es auch positive Gewinnrevisionen gegeben, so bei Fresenius Medical Care, Continental, United Internet, ProSieben, GrenkeLeasing oder Ströer, die ihre Ausblicke angehoben haben.


Auch J.P.Morgan stellt beim Blick auf ihr Anlage-Universum fest, dass in der Eurozone bereits 50 Prozent der schon vorliegenden Quartalsausweise die Gewinnerwartungen geschlagen haben. Im Jahresvergleich stieg der Gewinn um 4 Prozent und der Umsatz um 5 Prozent. Allerdings hätten bisher auch nur etwas über 30 Prozent der Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt.


Händler sehen gerade darin eine große Chance für die Börsen. "Fondsmanager halten sich zumeist mit Investitionen bis nach dem ersten Drittel der Saison zurück, weil erst dann statistisch repräsentative Schlüsse auf die Branchen möglich sind", sagte ein Händler. Dieser Investitionstau sollte sich nun langsam auflösen und die Börsen treiben. Gerade in Deutschland nimmt die Saison erst jetzt Fahrt auf. Allein im DAX legen kommende Woche Allianz, Commerzbank, Münchener Rück, Vonovia, BMW, Beiersdorf, HeidelCement, Deutsche Telekom und Adidas Zahlen vor. Dazu gesellen sich zahlreiche Schwergewichte aus Europa wie Telefonica, ArcelorMittal und Societe Generale. Auch bei den Nebenwerten ist mit Klöckner, Evonik, Hannover Rück, Springer, Rheinmetall, Lanxess und vielen mehr genügend los.


Und selbst bei den Konjunkturdaten gibt es positives Überraschungspotenzial: Hier ist der Blick vor allem nach China gerichtet mit den neuen Einkaufsmanager-Indizes für Oktober. Händler hoffen hier auf eine ähnliche Überraschung wie beim chinesischen BIP, dessen Wachstum sich weniger stark als befürchtet gebremst zeigte. Der große monatliche Arbeitsmarktbericht aus den USA zum Wochenschluss rückt dagegen etwas in den Hintergrund - die Zinserhöhung der Fed gilt schließlich immer mehr als ausgemachte Sache.


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com


DJG/mod/cln


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October 30, 2015 08:22 ET (12:22 GMT)


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