DAX musste ein wenig Federn lassen


07.02.12 09:56
Helaba

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der DAX musste gestern ein wenig Federn lassen, so die Analysten der Helaba.

Offensichtlich habe die Vewirrung um ein angebliches Griechenland-Ultimatum für Verunsicherung unter den Marktteilnehmern gesorgt, nachdem das ständige, langandauernde Hin und Her von den Märkten zuletzt mehrheitlich ausgeblendet worden sei. Damit, dass das Thema eines Tages die Kurse auch wieder belasten würde, habe gerechnet werden müssen. Ohnehin sei es mehr als normal, dass nach einem solch deutlichen Anstieg des DAX (am 25.11. habe der Index im Tief bei 5.366 Punkten notiert, am 20.12. bei 5.637 Zählern) zu einer Zwischenkorrektur komme.

Unter den "Rahmenbedingungen" hätten vor allem die Bankaktien zu leiden gehabt. Die Papiere der Commerzbank hätten 1,25% verloren. Größter Tagesverlierer sei jedoch die Deutsche Post mit einem Abschlag von 2,41% gewesen, während die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055 / WKN 581005) (+2,64%) die DAX-Gewinnerliste angeführt habe.

Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart würden auf eine moderat schwächere Eröffnung hindeuten. Neue Impulse für den Markt seien nicht auszumachen. Weiterhin werde das Thema Griechenland im Blickpunkt stehen. Der unablässige, internationale Druck auf das Land trage erste Früchte. Die griechische Regierung habe angekündigt, in diesem Jahr 15.000 Staatsbedienstete zu entlassen. Bis zum Jahr 2015 solle diese Zahl auf 150.000 steigen. Darüber hinaus gelte es, dass die Verhandlungen mit der Troika zu einem Erfolg führen würden.

Unter charttechnischen Gesichtspunkten sehr bemerkenswert sei, dass der DAX gestern exakt auf die Rückkehrlinie des nach oben gerichteten Trendkanals aufgesetzt habe, um dann wieder nach oben wegzudrehen. Damit habe ein weiterer Schlusskurs außerhalb des Kanals gelegen, womit sich eine Bestätigung des Ausbruchs abzeichne. Idealtypischer Weise werde eine solche Konstellation von hoher Bewegungsdynamik begleitet, was (noch) nicht der Fall gewesen sei. Kurzfristig negativ sei hingegen die Tatsache, dass auf die lange weiße Kerze ein Doji gefolgt sei, was auf gewisse Zweifel im Markt hindeute. Die Bullen hätten an Kraft verloren, die Bären hätten ihre noch nicht entfalten können. Ob dies ein erstes Anzeichen für eine temporäre Wendeformation darstelle, lasse sich erst anhand der heutigen Tageskerze prognostizieren. (07.02.2012/ac/a/m)





Artikelsuche

mehr >
hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
6.435,6 6.331,04 104,56 +1,65% 22.05./17:45
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0008469008 846900 7.524 4.966

Werte im Artikel

6.436 plus
+1,65%
13,22 minus
-0,25%
40,95 minus
-0,61%
1,43 minus
-1,59%
Aktien des Tages
  


Mit der Anmeldung für den Newsletter "Aktien des Tages" stimme ich dem gleichzeitigen Erhalt des "Investors Daily" unseres Partners FID Verlag zu.