DAX fast zu viel Begeisterung
06.02.12 17:39
Deutsche Börse AG
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Höhenflug des DAX seit Jahresanfang hat so manchen Anleger auf falschem Fuß erwischt, so die Deutsche Börse AG.
Viele seien noch untergewichtet, heiße es. Griechenlands Probleme könnten nun für einen Dämpfer sorgen. Nach den gescheiterten Versuchen der Politiker in Athen, sich auf Details für die von Kreditgebern verlangten Sparmaßnahmen zu einigen, schließe Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker eine Pleite Griechenlands im März nun nicht mehr aus.
Der DAX, der in der vergangenen Woche um 3,9 Prozent zugelegt habe und damit seit Jahresanfang um 14,7 Prozent nach oben geklettert sei, d.h. sieben Wochen im Plus in Folge, notiere zum Wochenbeginn bei 6.750 Punkten 1,5 Prozent höher.
Beigetragen hätten zum kräftigen Kursplus die immer besser werdenden Konjunkturdaten, am Freitag hätten etwa US-Arbeitsmarktzahlen äußerst positiv überrascht. Mit Erleichterung sei außerdem die glatt verlaufene Refinanzierung Portugals am Geldmarkt aufgenommen worden.
Nach Einschätzung von Sören Wiedau von der Weberbank hätten Aktienmärkte aufgrund der durch die Notenbanken bereitgestellten hohen Liquidität durchaus noch weiteres Aufwärtspotenzial. "Bei einem nachhaltigen Anstieg über 6.630 Punkte liegen die nächsten Ziele bei 6.830 und 6.990 Punkten."
Zu viele Anleger seien in Aktien untergewichtet und müssten den steigenden Märkten nun hinterherlaufen. Allerdings werde die Luft nach oben hin auch immer dünner. "Nach dem schnellen Anstieg seit Anfang des Jahres nimmt die Stimmung unter den Marktteilnehmern schon euphorische Züge an." Die europäische Schuldenkrise und das schwierige konjunkturelle Umfeld in vielen Regionen seien aber Risikofaktoren geblieben.
Laut Robert Halver von der Baader Bank seien deutsche Aktien immer noch attraktiv. "Von einer Weltwirtschaft, die sich weiterhin erholt und nach IWF-Schätzungen in diesem Jahr mit einer Wachstumsrate von 3,25 Prozent expandiert, profitiert nicht zuletzt auch die deutsche Wirtschaft", argumentiere Halver. Deutsche Qualitätsprodukte sowie Fachwissen seien insbesondere in Schwellenländern beim Ausbau der Infrastruktur und der Binnenkonjunktur gefragt.
"Geht es der Weltwirtschaft gut, geht es auch den deutschen Unternehmen und dem deutschen Aktienmarkt gut." Aus bewertungstechnischer Sicht seien deutsche Dividendentitel dabei nicht einmal teuer. Sowohl nach Ertrags- als auch nach Substanzbewertung befänden sie sich auf einem vergleichsweise günstigen Niveau.
Auch das Chartbild spreche für den DAX, das meine zumindest Christian Schmidt von der Helaba. Er weise darauf hin, dass der deutsche Aktienindex zuletzt die 55-Wochen-Durchschnittslinie habe brechen können. "Nun steht bereits die nächste Entscheidung am 61,8 Prozent-Retracement bei 6.593 Zählern auf der Agenda", erläutere der technische Analyst. Ein Bruch der Marke würde Schmidt zufolge den Abwärtstrend beenden und weiteres Aufwärtspotenzial generieren.
In der neuen Woche stünden kaum wichtige Termine an. Neben Griechenland würden vor allem Treffen der EZB und der Bank of England im Fokus stehen. Unterdessen gehe die Berichtssaison zwar weiter, aus der Gruppe der DAX-Unternehmen sei Daimler aber die einzige Adresse, die in den nächsten Tagen ihre Zahlen zum vierten Quartal offen lege. (06.02.2012/ac/a/m)
Viele seien noch untergewichtet, heiße es. Griechenlands Probleme könnten nun für einen Dämpfer sorgen. Nach den gescheiterten Versuchen der Politiker in Athen, sich auf Details für die von Kreditgebern verlangten Sparmaßnahmen zu einigen, schließe Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker eine Pleite Griechenlands im März nun nicht mehr aus.
Der DAX, der in der vergangenen Woche um 3,9 Prozent zugelegt habe und damit seit Jahresanfang um 14,7 Prozent nach oben geklettert sei, d.h. sieben Wochen im Plus in Folge, notiere zum Wochenbeginn bei 6.750 Punkten 1,5 Prozent höher.
Beigetragen hätten zum kräftigen Kursplus die immer besser werdenden Konjunkturdaten, am Freitag hätten etwa US-Arbeitsmarktzahlen äußerst positiv überrascht. Mit Erleichterung sei außerdem die glatt verlaufene Refinanzierung Portugals am Geldmarkt aufgenommen worden.
Zu viele Anleger seien in Aktien untergewichtet und müssten den steigenden Märkten nun hinterherlaufen. Allerdings werde die Luft nach oben hin auch immer dünner. "Nach dem schnellen Anstieg seit Anfang des Jahres nimmt die Stimmung unter den Marktteilnehmern schon euphorische Züge an." Die europäische Schuldenkrise und das schwierige konjunkturelle Umfeld in vielen Regionen seien aber Risikofaktoren geblieben.
Laut Robert Halver von der Baader Bank seien deutsche Aktien immer noch attraktiv. "Von einer Weltwirtschaft, die sich weiterhin erholt und nach IWF-Schätzungen in diesem Jahr mit einer Wachstumsrate von 3,25 Prozent expandiert, profitiert nicht zuletzt auch die deutsche Wirtschaft", argumentiere Halver. Deutsche Qualitätsprodukte sowie Fachwissen seien insbesondere in Schwellenländern beim Ausbau der Infrastruktur und der Binnenkonjunktur gefragt.
"Geht es der Weltwirtschaft gut, geht es auch den deutschen Unternehmen und dem deutschen Aktienmarkt gut." Aus bewertungstechnischer Sicht seien deutsche Dividendentitel dabei nicht einmal teuer. Sowohl nach Ertrags- als auch nach Substanzbewertung befänden sie sich auf einem vergleichsweise günstigen Niveau.
Auch das Chartbild spreche für den DAX, das meine zumindest Christian Schmidt von der Helaba. Er weise darauf hin, dass der deutsche Aktienindex zuletzt die 55-Wochen-Durchschnittslinie habe brechen können. "Nun steht bereits die nächste Entscheidung am 61,8 Prozent-Retracement bei 6.593 Zählern auf der Agenda", erläutere der technische Analyst. Ein Bruch der Marke würde Schmidt zufolge den Abwärtstrend beenden und weiteres Aufwärtspotenzial generieren.
In der neuen Woche stünden kaum wichtige Termine an. Neben Griechenland würden vor allem Treffen der EZB und der Bank of England im Fokus stehen. Unterdessen gehe die Berichtssaison zwar weiter, aus der Gruppe der DAX-Unternehmen sei Daimler aber die einzige Adresse, die in den nächsten Tagen ihre Zahlen zum vierten Quartal offen lege. (06.02.2012/ac/a/m)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 6.435,6 | 6.331,04 | 104,56 | +1,65% | 22.05./17:45 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008469008 | 846900 | 7.524 | 4.966 | |
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