Brentölpreis steigt auf 6-Monatshoch


09.02.12 11:53
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Hoffnung auf ein neues Hilfspaket für Griechenland, der schwächere US-Dollar und die weiterhin bestehenden Angebotsrisiken ausgehend von Iran, Sudan und Nigeria geben den Ölpreisen Auftrieb, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Zusätzliche Unterstützung komme von den frostigen Temperaturen in Europa, welche Wetterexperten zufolge noch bis Ende des Monats anhalten dürften. Der Brentölpreis sei daraufhin in der Nacht auf ein 6-Monatshoch von knapp 118 USD je Barrel gestiegen. WTI habe gestern kurzzeitig die Marke von 100 USD je Barrel erreichen können, habe dann aber im Zuge der US-Lagerdaten unter Druck geraten, sodass sich die Preisdifferenz zwischen Brent und WTI inzwischen wieder auf mehr als 18 USD je Barrel ausgeweitet habe. Die US-Rohöllagerbestände seien in der vergangenen Woche laut US-Energieministerium um 304 Tsd. Barrel gestiegen und damit deutlich weniger als erwartet.

Angesichts gesunkener Importe und einer gestiegenen Raffinerieauslastung hätten die Ölvorräte aber eigentlich zurückgehen müssen. Die Rohölbestände in Cushing hätten die dritte Woche in Folge zugelegt. Aufgrund der höheren Rohölverarbeitung durch die Raffinerien seien die US-Benzinvorräte stärker gestiegen als erwartet. Bei den Destillaten sei es ebenfalls zu einem unerwarteten Lageraufbau gekommen. Während die US-Benzinnachfrage weiterhin auf einem 10-Jahrestief verharre, habe sich die US-Destillatenachfrage zuletzt ebenfalls spürbar abgeschwächt, was auf das anhaltend milde Wetter und den geringeren Heizbedarf zurückgeführt werden könne.

Die heute zur Veröffentlichung anstehenden Lagerdaten für die Region Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen würden zeigen, inwieweit der Kälteeinbruch in Europa zu einem Abbau der Gasölvorräte geführt habe. Dies könnte die Gasölpreise über die Marke von 1.000 USD je Tonne steigen lassen und somit auch dem Brentölpreis weiteren Auftrieb geben. (09.02.2012/ac/a/m)




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