ATX konnte dank Bankenwerten nach oben schießen
27.01.12 15:33
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Bankenwerte lassen den ATX nach oben schießen, so die Analysten der Erste Bank.
Über eine ATX-Woche mit einem Plus von 6,9% könnten die Analysten leider nicht so oft berichten. Die beiden Bankenwerte Raiffeisen Bank International (ISIN AT0000606306 / WKN A0D9SU) (+29,8%) und Erste Group (+17,7%) hätten von einem Bündel an Einzelfaktoren profitiert, wobei die wahrscheinliche Erreichung der EBA-Kapitalerfordernisse, die Entschärfung der Ungarn-Krise, die entschärften Refinanzierungsthematiken durch die EZB-Dreijahrestender oder auch Short-Eindeckungen zu nennen seien. Solche Bewegungen seien nicht einfach zu prognostizieren und würden sich dann oft am Markt verstärken.
Es habe viele weitere substanzielle Gewinner gegeben - Wienerberger mit +14,8%, hier wirke offenbar noch die erfolgreiche Anleiheplatzierung nach. Auch Vienna Insurance Group (ISIN AT0000908504 / WKN A0ET17) habe mit +8,8% geglänzt, hier seien Analysten und Fondsmanager froh, dass bei der polnischen Warta-Transaktion nicht zu viel geboten worden sei, auch wenn die Transaktion damit letztlich an VIG vorübergegangen sei.
Auch OMV dürfte nun in die Gänge kommen mit einem Wochenplus von 7,6% - hier müsste nach Einschätzung der Analysten jetzt eine Stellungnahme des Wirtschaftsministeriums betreffend der IPIC-Anteilsaufstockung kurz bevorstehen. Wenn diese akkordiert würde, dürfte das weitere Kurspotenzial noch viel mehr sein.
Auf der Verliererseite habe Telekom Austria (-2,5%) gestanden, die nach einer de facto Gewinnwarnung diese Woche eher im Abseits gestanden seien. Zusätzlich habe noch der ägyptische Partner von R. Pecik gemeint, an maximal 25% der Telekom Austria interessiert zu sein. Da diese Schwelle bald erreicht sein könnte, sei die weitere Fantasie in diesem Wert begrenzt. Die Analysten würden zum Verkauf und zur Umschichtung in aussichtsreichere Werte raten.
STRABAG (ISIN AT000000STR1 / WKN A0M23V) (-1,1%) und Schoeller-Bleckmann (SBO) (ISIN AT0000946652 / WKN 907391) (-0,9%) seien ebenso Werte, die sich im Zuge der Krise gut gehalten hätten und deshalb in dieser Aufschwungphase auch nicht mitziehen könnten. Die Analysten würden hier deshalb kurzfristig auch kein größeres Potenzial in diesen Werten sehen.
Der ATX habe die Abwärtstrends klar hinter sich gelassen, müsse aber kurzfristig wohl etwas konsolidieren. Mittelfristig rechnen die Analysten der Erste Bank jedenfalls mit einem Test der 200-Tageslinie, die aktuell noch deutlich fallend bei rund 2.280 Punkten verläuft. Weiter aussichtsreich würden sie vor allem OMV, IMMOFINANZ, Lenzing, RHI und POLYTEC sehen. (27.01.2012/ac/a/m)
Über eine ATX-Woche mit einem Plus von 6,9% könnten die Analysten leider nicht so oft berichten. Die beiden Bankenwerte Raiffeisen Bank International (ISIN AT0000606306 / WKN A0D9SU) (+29,8%) und Erste Group (+17,7%) hätten von einem Bündel an Einzelfaktoren profitiert, wobei die wahrscheinliche Erreichung der EBA-Kapitalerfordernisse, die Entschärfung der Ungarn-Krise, die entschärften Refinanzierungsthematiken durch die EZB-Dreijahrestender oder auch Short-Eindeckungen zu nennen seien. Solche Bewegungen seien nicht einfach zu prognostizieren und würden sich dann oft am Markt verstärken.
Es habe viele weitere substanzielle Gewinner gegeben - Wienerberger mit +14,8%, hier wirke offenbar noch die erfolgreiche Anleiheplatzierung nach. Auch Vienna Insurance Group (ISIN AT0000908504 / WKN A0ET17) habe mit +8,8% geglänzt, hier seien Analysten und Fondsmanager froh, dass bei der polnischen Warta-Transaktion nicht zu viel geboten worden sei, auch wenn die Transaktion damit letztlich an VIG vorübergegangen sei.
Auf der Verliererseite habe Telekom Austria (-2,5%) gestanden, die nach einer de facto Gewinnwarnung diese Woche eher im Abseits gestanden seien. Zusätzlich habe noch der ägyptische Partner von R. Pecik gemeint, an maximal 25% der Telekom Austria interessiert zu sein. Da diese Schwelle bald erreicht sein könnte, sei die weitere Fantasie in diesem Wert begrenzt. Die Analysten würden zum Verkauf und zur Umschichtung in aussichtsreichere Werte raten.
STRABAG (ISIN AT000000STR1 / WKN A0M23V) (-1,1%) und Schoeller-Bleckmann (SBO) (ISIN AT0000946652 / WKN 907391) (-0,9%) seien ebenso Werte, die sich im Zuge der Krise gut gehalten hätten und deshalb in dieser Aufschwungphase auch nicht mitziehen könnten. Die Analysten würden hier deshalb kurzfristig auch kein größeres Potenzial in diesen Werten sehen.
Der ATX habe die Abwärtstrends klar hinter sich gelassen, müsse aber kurzfristig wohl etwas konsolidieren. Mittelfristig rechnen die Analysten der Erste Bank jedenfalls mit einem Test der 200-Tageslinie, die aktuell noch deutlich fallend bei rund 2.280 Punkten verläuft. Weiter aussichtsreich würden sie vor allem OMV, IMMOFINANZ, Lenzing, RHI und POLYTEC sehen. (27.01.2012/ac/a/m)
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